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Axel Springer investiert in Wachstum

Mathias DöpfnerMathias DöpfnerAxel Springer erreichte im Geschäftsjahr 2018 alle strategischen und wirtschaftlichen Ziele und festigte seine Position als erfolgreiches digitales Unternehmen. Der Konzern erfüllte bzw. übertraf teilweise seine im Jahresverlauf partiell nach oben angepasste Gesamtjahresprognose. Die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der digitalen Aktivitäten legten weiter zu: Der Anteil der digitalen Geschäfte am Konzernumsatz stieg im Berichtszeitraum auf 70,6 Prozent.

 

Zudem erwirtschafteten sie 84,3 Prozent des bereinigten Konzern-EBITDA. Das kräftige organische Wachstum der digitalen Medien spiegelte sich in einem konsolidierungs- und währungsbereinigten Umsatzanstieg von 9,6 Prozent wider.

Die Konzernerlöse verzeichneten im Geschäftsjahr 2018 ein Plus von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Organisch legten sie um 3,8 Prozent zu. Das um Kaufpreisallokationen und Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 14,3 Prozent und lag auch organisch, also um Konsolidierungs- und Währungseffekte sowie Effekte aus der Einführung der neuen Leasingbilanzierung, mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Darüber hinaus nahm das bereinigte Ergebnis je Aktie um 5,1 Prozent zu, organisch um 8,3 Prozent. Für das abgelaufene Geschäftsjahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von EUR 2,10 je Aktie vorschlagen (Vj.: EUR 2,00 je Aktie).

 

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: „2018 haben wir alle Ziele erreicht und sie teilweise sogar übertroffen. Im Jahr 2019 wollen wir in Wachstum investieren, um eine langfristige Wertsteigerung zu sichern.“ Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Axel Springer seinen eingeschlagenen Kurs konsequent weiter verfolgt. Das Segment Classifieds Media entwickelte sich erneut sehr erfreulich und legte bei Umsatz und Ergebnis auch 2018 deutlich zu. Gleichzeitig investierte der Konzern gezielt in Akquisitionen und Beteiligungen zur Ergänzung des Portfolios.

Im Segment News Media machten die digitalen Medienangebote im In- und Ausland weitere Fortschritte. International erzielten vor allem INSIDER Inc. und UPDAY ein kräftiges Wachstum. Aber auch die nationalen Kernmarken BILD und WELT trugen mit zusammengenommen mehr als einer halben Million digitaler Abonnenten dazu bei, dass sich das Segment trotz struktureller Herausforderungen gut behaupten konnte. Im Segment Marketing Media war die Entwicklung 2018 erneut von Portfoliooptimierungen geprägt. Neben den gezielten Ver- und Zukäufen hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr zudem damit begonnen, die Kooperation zwischen idealo und dem Segment News Media zu stärken, um interne Synergien besser zu nutzen.

 

Axel Springer steigerte im Geschäftsjahr 2018 den Konzernumsatz um 4,1 Prozent auf EUR 3.180,7 Mio. nach EUR 3.055,5 Mio. im Vorjahr. Das operative Wachstum wurde dabei von positiven Konsolidierungseffekten aufgrund der Einbeziehung von Logic-Immo, Universum und affilinet unterstützt. Währungseffekte wirkten sich hingegen in Summe dämpfend aus. Konsolidierungs- und währungsbereinigt übertrafen die Umsatzerlöse den Vorjahreswert um 3,8 Prozent. Das bereinigte EBITDA wuchs kräftig um 14,3 Prozent auf EUR 737,9 Mio. (Vj.: EUR 645,8 Mio.). Organisch lag das bereinigte EBITDA um 8,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch die bereinigte EBITDA-Rendite übertraf mit 23,2 Prozent den Wert des Vorjahres von 21,1 Prozent.

Das bereinigte EBIT erhöhte sich aufgrund der insbesondere durch die neue Leasingbilanzierung gestiegenen planmäßigen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent auf EUR 527,9 Mio. (Vj.: EUR 504,0 Mio.). Auch hier wirkten sich Konsolidierungs- und Währungseffekte aus. Organisch stieg das bereinigte EBIT um 6,4 Prozent. Die Rendite lag mit 16,6 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres (16,5 Prozent).

 

Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um 2,5 Prozent auf EUR 335,7 Mio. (Vj.: EUR 327,5 Mio.). Aufgrund geringerer Ergebnisanteile anderer Gesellschafter erhöhte sich das bereinigte Ergebnis pro Aktie um 5,1 Prozent auf EUR 2,73 (Vj.: EUR 2,60). Organisch lag das bereinigte Ergebnis pro Aktie 8,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von Axel Springer legte um 3,2 Prozent von 15.836 auf 16.350 zu. Dieser Anstieg ist zu großen Teilen auf den Personalaufbau im Segment Classifieds Media zurückzuführen.

Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet die Axel Springer SE mit einem Anstieg der Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Organisch geht der Konzern von einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Für das bereinigte EBITDA ist mit einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres zu rechnen. Das organische Wachstum des bereinigten EBITDA sollte im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Für das bereinigte EBIT ist aufgrund erhöhter Abschreibungen von einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich auszugehen, organisch von einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Entwicklung des bereinigten Ergebnisses je Aktie dürfte sich zwischen einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres und einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen. Für die organische Entwicklung ist von einem Anstieg im einstelligen Prozentbereich auszugehen.

 

Die Umsatzerlöse im Segment Classifieds Media werden voraussichtlich ein Wachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich zeigen. Das organische Wachstum wird ebenfalls im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet. Für das bereinigte EBITDA wird aufgrund von erhöhten Investitionen in zukünftiges Wachstum mit einem Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Der organische Anstieg sollte im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Beim bereinigten EBIT ist aufgrund erhöhter Abschreibungen mit einem Ergebnis auf dem Vorjahresniveau zu rechnen, organisch mit einem Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Im Segment News Media geht die Axel Springer SE von einem Rückgang der Umsatzerlöse im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Organisch rechnet der Konzern mit einem Rückgang der Erlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Beim bereinigten EBITDA ist ein Wert auf dem Vorjahresniveau zu erwarten. Auch organisch ist von einer stabilen Entwicklung auszugehen. Beim bereinigten EBIT rechnet die Axel Springer SE mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich, organisch ist von einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres auszugehen.

 

Im Segment Marketing Media ist mit einem Rückgang der Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu rechnen. Für die organische Entwicklung wird mit einem Wachstum der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich gerechnet. Für das bereinigte EBITDA ist mit einem Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zu rechnen, organisch mit einem Wachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Beim bereinigten EBIT geht die Axel Springer SE aufgrund von steigenden Abschreibungen von einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus, organisch von einem Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich.

Für das Segment Services/Holding ist marktbedingt von einem Rückgang der Erlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich auszugehen. Auch für die organische Entwicklung ist ein Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu erwarten. Für das bereinigte EBITDA ist mit einem Rückgang im zweistelligen Prozentbereich zu rechnen, organisch ebenfalls mit einem Rückgang im zweistelligen Prozentbereich. Beim bereinigten EBIT ist aufgrund von geringeren Abschreibungen ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu erwarten. Organisch ist mit derselben Entwicklung zu rechnen.

 

Auch im Geschäftsjahr 2018 blieben die digitalen Aktivitäten der entscheidende Wachstumstreiber des Unternehmens. Sie steigerten den Umsatz um 10,5 Prozent auf EUR 2.206,5 Mio. (Vj.: EUR 1.996,5 Mio.). Zum organischen Wachstum von 9,6 Prozent trugen vor allem die Segmente Classifieds Media und News Media bei. Die Erlöse aus dem Auslandsgeschäft entwickelten sich ebenfalls positiv. Sie erhöhten sich von EUR 1.329,8 Mio. auf EUR 1.406,5 Mio., was einem Zuwachs von 5,8 Prozent entspricht. Ihr Anteil am Konzernumsatz stieg damit auf 44,2 Prozent (Vj.: 43,5 Prozent).

Das Segment Classifieds Media blieb im Geschäftsjahr 2018 erneut der Wachstumsmotor des Konzerns. Das Rubrikengeschäft verbuchte einen deutlichen Umsatzanstieg um 20,3 Prozent auf EUR 1.212,5 Mio. (Vj.: EUR 1.007,7 Mio.). Hierzu trug insbesondere die dynamische Entwicklung bei den Job- und Immobilienportalen bei, die ein Erlöswachstum von 21,5 Prozent bzw. 29,4 Prozent erzielten. Organisch, also um Konsolidierungs- und Währungseffekte bereinigt, lag der Umsatzanstieg des Segments bei 11,4 Prozent.

 

Auch ergebnisseitig legte das Segment Classifieds Media deutlich zu. Das bereinigte EBITDA übertraf den Vorjahreswert mit EUR 487,2 Mio. um 17,9 Prozent (Vj.: EUR 413,2 Mio.). Organisch belief sich der Anstieg auf 11,4 Prozent. Das Segment blieb mit einer bereinigten EBITDA-Rendite von 40,2 Prozent weiter hochprofitabel. Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (2017: 41,0 Prozent) war insbesondere auf Investitionen in Marketing, Produkte und Technologien sowie auf die Einbeziehung von Gesellschaften, deren Renditen unter dem Segmentdurchschnitt lagen, zurückzuführen.

Das bereinigte EBIT im Segment Classifieds Media stieg um 12,7 Prozent von EUR 361,0 Mio. auf EUR 406,7 Mio, organisch legte es um 10,6 Prozent zu. Insbesondere aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 stiegen die Ab- und Zuschreibungen um 54,2 Prozent auf EUR 80,5 Mio. (Vj.: EUR 52,2 Mio.). Das Segment News Media erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse von EUR 1.496,2 Mio. und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert von EUR 1.509,8 Mio. Die digitalen Angebote entwickelten sich erneut erfreulich und stehen inzwischen für 38,5 Prozent der Segmentumsätze (Vj.: 33,9 Prozent).

 

Das bereinigte EBITDA des Segments News Media wuchs um 4,3 Prozent und belief sich auf EUR 228,2 Mio. (Vj.: EUR 218,8 Mio.). Organisch lag es um 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Mit einer bereinigten EBITDA-Rendite von 15,3 Prozent lag das Segment leicht über dem Wert des Vorjahreszeitraums (14,5 Prozent). Hervorzuheben in der Entwicklung des Segments sind zum einen national die mehr als eine halbe Million digitalen Abonnements bei BILD und WELT gemeinsam sowie zum anderen international das erwartungsgemäße Erreichen der Gewinnschwelle von INSIDER Inc., der Muttergesellschaft von BUSINESS INSIDER.

Gegenläufig zum bereinigten EBITDA sank das bereinigte EBIT im Segment News Media um 13,6 Prozent von EUR 182,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 158,2 Mio. Hauptursache dafür waren die aufgrund der im Jahr 2018 erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 um 95,5 Prozent auf EUR 70,0 Mio. gestiegenen Ab- und Zuschreibungen (Vj.: EUR 35,8 Mio.). Das organische EBIT im Segment News Media ging im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent zurück. Das Segment Marketing Media verzeichnete, im Wesentlichen konsolidierungsbedingt, einen Umsatzrückgang um 12,4 Prozent auf EUR 418,3 Mio. (Vj.: EUR 477,3 Mio.). Organisch stiegen die Erlöse um 2,1 Prozent. In der Reichweitenvermarktung machten sich vor allem die Effekte aus dem Verkauf von aufeminin im April 2018 bemerkbar. Im Performance Marketing wirkte sich hingegen vor allem die Erstkonsolidierung von affilinet positiv aus.

 

Mit einem bereinigten EBITDA von EUR 89,6 Mio. blieb das Segment 6,3 Prozent unter dem Vorjahreswert (EUR 95,6 Mio.). Organisch betrug der Rückgang 2,5 Prozent. Aufgrund der stärkeren Erlösrückgänge legte die bereinigte EBITDA-Rendite auf 21,4 Prozent zu (Vj.: 20,0 Prozent). Das bereinigte EBIT im Segment Marketing Media sank um 14,7 Prozent von EUR 77,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 66,0 Mio. Organisch stieg das EBIT des Segments Marketing Media um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Der Umsatz im Segment Services/Holding verminderte sich im Berichtszeitraum um 11,5 Prozent auf EUR 53,7 Mio. (Vj.: EUR 60,7 Mio.). Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf EUR -67,0 Mio. (Vj.: EUR -81,7 Mio.). Das bereinigte EBIT im Segment Services/Holding erhöhte sich auf EUR -103,0 Mio. (Vj.: EUR -117,4 Mio.).

Axel Springer erhöhte den frei verfügbaren Cashflow ohne Berücksichtigung von Effekten aus Immobilientransaktionen im Berichtszeitraum um 23,0 Prozent auf EUR 419,6 Mio. (Vj.: EUR 341,1 Mio.). Die Nettoverschuldung nahm zum Geschäftsjahresende 2018 aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 und der entsprechenden Berücksichtigung der Leasingverbindlichkeiten auf EUR 1.249,2 Mio. zu (31. Dezember 2017: EUR 1.020,2 Mio.). Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene langfristige Kreditlinien in Höhe von EUR 1.047,0 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 835,0 Mio.). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 44,5 Prozent (31. Dezember 2017: 43,5 Prozent) auf hohem Niveau.

 

(Quelle: ots)

 

 

Tags: Axel Springer, Unternehmensentwicklung, Mathias Döpfner

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