Bayerns Volksbanken Raiffeisenbanken zeichnen Journalisten aus

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Freistaat haben heute Abend im Literaturhaus München herausragende publizistische Arbeiten ausgezeichnet. Die drei mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Journalistenpreise gingen an einen Ausbildungsjahrgang der katholischen Journalistenschule ifp, Katrin Langhans von der Süddeutschen Zeitung sowie die Nachwuchsjournalistin Jana Wolf. Eine Experten-Jury hatte ihre Arbeiten aus rund 60 Bewerbungen ausgewählt.

Der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), Jürgen Gros, gratulierte den Preisträgern bei der Festveranstaltung vor rund 130 Gästen. "Die Gesellschaft profitiert von Journalisten, die sich ein eigenes Bild machen, die unvoreingenommen und unabhängig aufklären. Dazu braucht es einen langen Atem und den Mut nachzufragen, bis eine befriedigende Antwort vorliegt. Die Gewinner der Journalistenpreise 2018 haben bewiesen, dass sie diese Eigenschaften mitbringen", sagte Gros. Die im GVB zusammengeschlossenen Volksbanken und Raiffeisenbanken vergeben die Auszeichnungen seit dem Jahr 2012.

Auch Festredner Kayhan Özgenc hob in seiner Ansprache die Bedeutung sorgfältiger und hartnäckiger journalistischer Nachforschungen hervor. "Die investigative Recherche ist das pochende Herz des Journalismus", sagte Özgenc, Mitglied der Chefredaktion der Bild am Sonntag. Journalisten müssten sich die Mühe machen, selbst Dinge herauszufinden. Zwar sei es kaum möglich, im Wochenrhythmus Skandale aufzudecken. Doch auch "die kleinen Geschichten", die auf eigenständig zusammengetragenen Fakten aufbauen, seien von Bedeutung und müssten erzählt werden, so Özgenc.

Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Preis für ifp-Volontäre
Der Volontärsjahrgang V16 der katholischen Journalistenschule ifp erhielt den Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Preis (Preisgeld: 8.000 Euro) zum Thema wirtschaftliche Bildung für ein Webprojekt über Bargeld. Die mittlerweile ausgelernten Volontäre gingen der Frage nach, welche Folgen die zunehmende Digitalisierung des Bezahlens hat. Die Jury urteilte, dass den Jungjournalisten ein erfrischend kreatives Online-Stück mit professionell umgesetzten Webformaten gelungen sei. Selten sei so verständlich erklärt worden, wie Bitcoin und Blockchain funktionieren. Das sei wirtschaftliche Bildung im besten Sinne. Die Laudatio für den Preis hielt der Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, Michael Husarek.

Hermann-Schulze-Delitzsch-Preis für SZ-Redakteurin
Der Hermann-Schulze-Delitzsch-Preis (Preisgeld: 8.000 Euro) für Verbraucherschutz ging an Katrin Langhans. Die Redakteurin erhielt die Auszeichnung für ihren Artikel "Der Mann, der Gefahren sucht", erschienen in der Süddeutschen Zeitung. In dem Beitrag porträtiert Langhans den Pensionär Gert Kretschmann, der ehrenamtlich das Internetportal "produktrueckrufe.de" betreibt. Akribisch durchsucht Kretschmann Tag für Tag das Internet und informiert seine Leser über aktuelle Rückrufaktionen. Die Jury überzeugte der Artikel, weil er aufzeigt, dass die zuständigen Behörden bei Produktrückrufen ihren Informationspflichten zum Teil nur unzureichend nachkommen. Melanie Bergermann, Ressortleiterin Blickpunkte der Wirtschaftswoche, würdigte die Preisträgerin.

Förderpreis für Nachwuchsjournalistin Jana Wolf
Jana Wolf nahm den Förderpreis für junge Journalisten (Preisgeld: 4.000 Euro) zum Themenfeld Digitalisierung entgegen. Ausgezeichnet wurde die Nachwuchsjournalistin für ihre Print- und Web-Serie "Künstliche Intelligenz und Arbeitswelt 4.0", erschienen in der Mittelbayerischen Zeitung. Wolf berichtet in den Beiträgen über die vielfältigen Anwendungsbereiche von künstlicher Intelligenz und holt dabei ein globales Thema in die Region. Die Jury urteilt: "Die crossmediale Umsetzung ist mit flächigen Optiken, Online-Bildergalerien, Videos und Info-Boxen für eine Regionalzeitung mustergültig." Wolf schaffe es, den "Megatrend" künstliche Intelligenz auch Bevölkerungsschichten nahezubringen, die davon möglicherweise noch gar nicht betroffen sind, es aber sein werden. Peter Wagner, freier Journalist und Träger des Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Preises von 2013, übernahm die Laudatio.

Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) vertritt die Interessen von 1.260 genossenschaftlichen Unternehmen. Dazu zählen 244 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie mehr als 1.000 ländliche und gewerbliche Unternehmen mit insgesamt rund 50.000 Beschäftigten und 2,9 Millionen Mitgliedern. Damit bilden die bayerischen Genossenschaften eine der größten mittelständischen Wirtschaftsorganisationen im Freistaat.


(Quelle)

 

Tags: Journalismus, Bayern

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