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Top Special Verlag: Relaunch für das Magazin „karpfen“

Karpfen 05/2019Der Hamburger Jahr Top Special Verlag hat sein Magazin „karpfen“ optisch und inhaltlich überarbeitet. Für die aktuell im Handel erhältliche Heftfolge wurde das Layout farblich reduziert und auch aufgeräumt, die Bildsprache ist nun klarer, leichter und opulenter. Damit wolle man sich inhaltlich stärker auf die Zielgruppe fokussieren.

 

Der Karpfen zählt zu den bekanntesten europäischen Fischarten. Seit der Antike ist er ein beliebter Speisefisch. Oftmals wird er in Fischteichen angezogen, in freier Wildnis gilt sein Bestand hingegen als bedroht. Insbesondere ist er in Deutschland, Österreich und Tschechien zu Weihnachten und Silvester fester Bestandteil des Speiseplans. Traditionell wird er hierfür lebend gekauft. Früher hielt man ihn vor der frischen Schlachtung noch in der Badewanne.

 

Auf diese Art und Weise wollte man den unangenehmen schlammig, moddrig wirkenden Geschmack bekämpfen. Doch die Badewannen-Wässerung ist alles andere als artgerecht. Zudem gibt es Züchter, aus deren Teichen auch Karpfen ohne negativen Beigeschmack entstammen. Die Ursache für den nachteiligen Geschmack liegt in der Überdüngung von Feldern, die in der Nähe der Teiche liegen. Dadurch kommt es in den Gewässern zu einer explosionsartigen Vermehrung von Blaulagen, die von den Fischen gefressen werden.

Die Algen enthalten Geosmin, ein natürlich vorkommender Alkohol mit jenem muffig-erdigen Geschmack und Geruch. Von erfahrenen Züchtern werden die Tiere daher vor dem Verkauf etwa zwei Wochen in frischem Wasser ohne Zufütterung, dem sogenannten „Auswässern“, gehalten, damit die Karpfen den unangenehmen Geschmack verlieren. Feinschmecker behaupten zudem, man könnte dem Geschmack beikommen, indem man den Fisch über Stunden hinweg in Buttermilch einlegen würde.

Zubereitungsmöglichkeiten gibt es wohl unendlich viele. Von dem in Franken beliebten „Aischgründer Karpfen“ über „Karpfen blau“, „Rügener Karpfen“, „gebackenem Karpfen in Weißweinsoße“, „Karpfen im Nürnberger Gewand“, „Karpfen in Biersauce“, „Karpfen Holstein“ bis hin zu „Karpfen auf chinesische Art“, der Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Und insbesondere dadurch zeigt sich die Beliebtheit dieses Speisefisches.

 

Und daher ist der Karpfen auch bei Anglern sehr beliebt. Das Angeln von Karpfen hat sich zu einer bedeutenden Sparte der Angelfischerei entwickelt. Denn der Fisch gilt als starker Kämpfer und stellt somit für den Angler auch eine Herausforderung dar. Exemplare mit bis zu 15 Kilogramm gelten als ein bemerkenswerter Fang. Angelockt wurden sie mit Kartoffeln, Ködern aus Paniermehl oder Haferflocken. Ende der 1960er Jahre entwickelte der Engländer Fred Wilton die sogenannten Boilies, ein derzeit sehr beliebter Köder für das Karpfenangeln.

Der Hamburger Jahr Top Special Verlag, der in Deutschland 20 verschiedene Titel veröffentlicht, hat sein Magazin für den spezialisierten Karpfenangler konzipiert. Der moderne Angler ist hoch technisiert und voll mit entsprechendem Equipment ausgestattet. Mit dem Relaunch hat man sich den veränderten Ansprüchen des Anglers angepasst.

„Mit dem Refresh haben wir den ‚karpfen‘ noch enger an unsere junge Kernzielgruppe angepasst. Neu ist zum Beispiel der Hefteinstieg ‚Point of View‘, kurz POV. Der Leser soll durch Foto-Impressionen richtig ins Thema einsteigen und sich auf die kommenden Inhalte freuen. Generell legen wir viel mehr Wert auf Fotoqualität. Aber auch inhaltlich haben wir uns breiter aufgestellt. In der neuesten Ausgabe präsentiert zum Beispiel Prof. Dr. Robert Arlinghaus von der Humboldt-Universität zu Berlin neue Erkenntnisse aus der Angelforschung. Und wir dürfen nun Alan Blair und Oli Davies zu unseren Autoren zählen, darauf bin ich besonders stolz. Die beiden Briten sind momentan richtig angesagt in der Szene“, erläutert der leitende Redakteur Florian Pippardt.

 

Und in der Tat sticht das Magazin durch beeindruckende Fotos hervor. Mühelos schafft es die Redaktion zu vermitteln, dass Angeln nicht einfach irgendein Sport ist, sondern eine Passion. Dies zeigt man unter anderem am Beispiel von Tobias Steinbrück, der stets auf der Suche nach ungewöhnlichen Angelplätzen ist. Denn aus seiner Sicht können in jedem noch so kleinen Tümpel erstaunliche Exemplare schwimmen. Und selbst in Löschteichen der Feuerwehr wird er fündig.

Das Magazin sieht sich aber vor allem auch als Ideengeber. Es stellt allgemeine Plätze vor, die aus Sicht eines Anglers lohnenswert sein könnten. Beispielsweise eine Bootsanlegestelle. Denn Bootsbesitzer werfen durchaus Lebensmittelabfälle ins Wasser, die für die Fische als Futter dienen. Diese Vorstellung von Angelplätzen können sodann von den Anglern aufgegriffen werden, denn jeder wird schließlich in seiner eigenen Umgebung entsprechende Anlegestellen für Freizeitkapitäne kennen.

Und zudem greift die Redaktion Traditionen auf, wie eben das zuvor genannte Angeln mit Kartoffeln als Köder. Die Verwendung von Boilies mag zwar bequem sein. Aber was Jahrhunderte lang zuvor gut funktionierte muss heute nicht zwangsläufig schlecht sein. Dem Karpfen schmeckt jedenfalls die Kartoffel noch immer. Für die Redaktion ist die Anlass genug, den Sportlern aufzuzeigen, welche Kartoffelsorte, mehlig oder festkochend, sich am besten eignet oder ob auch Süßkartoffeln aus Südamerika als Köder dienen könnten. Dass man dem Angler Hilfestellungen bieten möchte zeigt sich schließlich auch daran, dass die Leser Fragen einreichen können, die dann, ebenfalls bebildert, von der Redaktion beantwortet werden. Obendrein kann der Leser dann auch noch einen Boilie-Package gewinnen.

 

Die Zeitschrift Karpfen ist nicht belehrend gestaltet. Sie wirkt wie eine gedruckte Community in der sich Leser und Redaktion auf Augenhöhe begegnen und gegenseitig sowohl Tipps als auch neue Impulse geben. In einem sportlichen Umfeld, der sich nicht durch einen rasanten technischen Fortschritt auszeichnet, ist man vielmehr auf den Erfahrungsschatz anderer angewiesen. Und genau dieses ist der Ansatzpunkt der Special-Interest-Zeitschrift Karpfen.

Das fünfmal jährlich erscheinende Magazin umfasst 84 Seiten und ist zum Preis von 8,95 Euro im Zeitschriftenhandel erhältlich. Die nächste mit der aktuellen Ausgabe 05/2019 belieferte Presseverkaufsstelle kann online über das Portal mykiosk.com abgefragt werden. Die verkaufte Auflage liegt nach Verlagsangaben bei 4.879 Exemplaren.

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Tags: Jahr Top Special Verlag, Relaunch, Fischen & Jagen (Objektgruppe)

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