Pressegrosso und Axel Springer plädieren für Überallerhältlichkeit und Vielfalt des Presseangebotes

Der Bundesverband Presse-Grosso und die Axel Springer AG haben ihre strategische Partnerschaft für den Presseeinzelverkauf erneuert. Die Parteien sehen darin einen zukunftsweisenden Pilotabschluss für eine Branchenlösung zur Stabilisierung des einzigartigen deutschen Grosso-Vertriebssystems. Dies gab der Grosso-Verband am 16. Dezember 2010 bekannt. Die Mitglieder des Verbandes hatten zuvor auf einer Sondersitzung in Köln dem entsprechenden Vorschlag des Vorstandes zugestimmt.


Die Vereinbarung zwischen Presse-Grosso und Axel Springer AG beinhaltet rechtsverbindliche Regelungen über wesentliche medien- und branchenpolitische Aspekte der Zusammenarbeit. Diese "Ausführungsbestimmungen" beruhen auf dem übereinstimmenden Verständnis vom Inhalt der so genannten "Gemeinsamen Erklärung" aus dem Jahre 2004. Beide Partner bekennen sich zu der Erklärung sowie zum bewährten Grosso-Vertriebssystem zugunsten von Überallerhältlichkeit und Vielfalt des Presseangebotes, zu einer effizienten Struktur und einem unternehmerisch verantworteten Veränderungsprozess.

Die Verantwortlichen verständigten sich in diesem Zusammenhang auf eine Zusatzvereinbarung zur bestehenden Konditionenregelung. Das neue Steuerungsinstrument "Bonus Plus" incentiviert Investitionen in das Preis- und Produktmarketing. Der Verlag erhält jährlich in Abhängigkeit von der Umsatzentwicklung vom Presse-Grosso einen Bonus und kann so seine Vertriebskosten weiter in signifikanter Höhe reduzieren. Diese Zusatzvereinbarung gilt für den Zeitraum 2012 bis 2017.

 

Der Pilotabschluss befördert Planungs- und Investitionssicherheit sowie Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit zwischen der Axel Springer AG und den bundesweit 69 Presse-Grossisten. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG Rudolf Knepper erklärte dazu: "Wir haben uns immer wieder für den Erhalt und die Zukunftssicherung des deutschen Grosso-Systems ausgesprochen. Mit der Vereinbarung wollen wir auch ein Signal in die Branche aussenden. Wir freuen uns, dass wir mit dem Presse-Grosso einen verlässlichen und flexiblen Vertriebspartner an der Seite haben. Trotz des Medien- und Strukturwandels bleibt der Presseeinzelverkauf für uns auf lange Sicht eine unverzichtbare Säule."

Der 1. Vorsitzende des Grosso-Verbandes Frank Nolte unterstrich den partnerschaftlichen Geist und Pilotcharakter der Vereinbarung: "Die auf Dauer ausgelegte Zusammenarbeit mit Axel Springer und die Langfristigkeit der Konditionenregelung bieten die Chance, uns auf die Herausforderungen des Printmarktes besser einzustellen. Unser Verband setzt sich dafür ein, dass wir auch mit den übrigen Verlagen auf dieser Basis zu einheitlichen Bedingungen die Partnerschaft langfristig ausgestalten. Wir Grossisten müssen schmerzhafte Einschnitte kompensieren und Mut für unternehmerische Entscheidungen zeigen, um gestärkt in die Zukunft zu gehen. Ich hoffe, dass wir uns bald wieder stärker auf die Marktbearbeitung konzentrieren können. Print lebt und ist ein lukrativer Erlösbringer für innovative Titel."