Folge uns auf Facebook

Edeka stellt Presse-Grosso in Frage

Auf der Tagung der Deutschen Zeitschriftenverleger umgarnte Edeka-Chef Markus Mosa die versammelten Verleger. Mit einer Mischung aus Understatement ("wir sind ja nur ein kleiner Petersilienhändler") und Schmeichelei warb er für eine Umgehung der Presse-Großhändler und direkte Beziehungen zwischen Verlagen und seinem Handelskonzern. Kein normales Markenartikelunternehmen würde eine zwischengeschaltete Handelsstufe dulden, die den direkten Kontakt mit seinem Unternehmen verhindert.

Mosa präsentierte Fotos eines schlecht gepflegten Presse-Regals und unterstellte den Presse-Grossisten mangelhafte Arbeit. Im Interview mit pv digest legte die Edeka nach. Daten würden nicht genutzt, es gebe keine Bereitschaft, nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen. Wenn in einem Geschäft zum Beispiel der Spiegel ausverkauft sei, dann bemerke das der Grossist erst bei der Remission. Und selbst dann sei nicht sicher gestellt, dass die Liefermenge beim nächsten Mal erhöht wird. "Die Presse-Großhändler machen einfach seit Jahren dasselbe und sind nicht bereit, innovative Lösungen auszutesten. Immer wird das Argument der Presse-Vielfalt vorgeschoben. Wir haben oft das Gefühl, dass das nur ein Schutzschild ist" sagte ein Edeka-Sprecher gegenüber pv digest.

Stimmen aus Grosso-Kreisen zeigen, dass es durchaus Antworten auf die Vorwürfe des Edeka-Chefs gibt. Der Handelsmanager vertrete knallharte Eigeninteressen.

 

(Quelle)

siehe auch:
Sortimentsoptimierung des Grossoverbandes beeinträchtigt den freien Marktzugang für Special-Interest-Titel

Burda-Käufermarktstudie 2014: Noch viel ungenutztes Potential auf der „letzten Meile zum Konsumenten“

Burda kürt die Supermärkte des Jahres 2015

Tags: Pressegrosso

Neu im Handel

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8

Top Artikel Handel

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28