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Zeitschrift Die Mediation: Thomas de Maizière plädiert für neuen gesellschaftlichen Grundkonsens

In der Gesellschaft grenzen sich Gruppen und Milieus stärker voneinander ab. Immer öfter verweigert man sich einem Austausch untereinander und ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs scheint häufig nicht mehr möglich zu sein. Stattdessen sind Hasskommentare das aktuelle zentrale Thema. In der Zeitschrift „Die Mediation“ plädiert der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) daher für eine Diskussion darüber, wie dennoch ein Miteinander gelingen kann.


De Maizière hatte 2017 Thesen für eine „Leitkultur für Deutschland“ formuliert, die eine kontroverse Debatte auslösten. Ihm erscheint es heute mehr denn je wichtig, dass jener Grundgedanke weiter fortgeführt wird.

 

„Inner- und außerhalb des Internets wird schamlos gepöbelt, gemobbt und gehetzt. Polizisten und Rettungskräfte werden behindert und sogar angegriffen. In Fußballstadien wird zügellos gedroht, randaliert und geprügelt. Politiker und Journalisten werden beschimpft und beleidigt“, so de Maizière in der aktuelle Ausgabe 4/2018 der Zeitschrift „Die Mediation“.

Insbesondere Foren und Communitys führten dazu, dass sich einzelne Interessengruppen gebildet hätten, in denen sich Mitglieder ihre Meinung von der Gruppe bestätigen ließen, sich aber der Diskussion mit anders denkenden Gemeinschaften entziehen. Letztlich entsteht das, was man in der Medienwissenschaft heutzutage eine „Filterblase“ nennt, eine Isolation gegenüber anderen Standpunkten: „Zudem funktionieren Gruppen wie abgeschlossene Räume: Man bleibt mit den An- und Weltsichten in ‚seiner’ Gruppe unter sich. Austausch oder Diskurs mit anderen Gruppen gibt es kaum. Statt sich also mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen, bestätigt man sich in den sozialen Medien gegenseitig nur in der eigenen Meinung. Auch das, man nennt es ‚Echokammer-Effekt’, trägt nur zur Fragmentierung bei“, so de Maizière weiter.

Die Aussagen von de Maizière passen zur aktuellen Heftfolge, deren Leitmotto „Von Schuld und Verantwortung“ lautet. Sowohl beruflich als auch privat gehören Fehler mithin zum menschlichen Alltag. Und meist folgt auf einen Fehler die Frage, wer letztlich die Schuld tragen würde. „Bei der auf Strafe gerichteten Suche nach dem Täter geraten Opfer und Schaden meist aus dem Blick. Viel wichtiger ist es daher zu fragen: Wer übernimmt die Verantwortung?“, so Jonathan Barth vom herausgebenden Verlag in Leipzig.

 

Die Zeitschrift beleuchtet dabei nicht nur den Ist-Zustand, sie zeigt vor allem auch Lösungsmöglichkeiten auf. So sind die Themen „Schuld, Sünde und Vergebung - eine theologische Perspektive“, „Die Unschuld auf der Couch: Schuldverdrängung als Lebenshindernis“, „Ausgleich statt Strafe: Täter und Opfer an einem Tisch“, „Der Motivationsfaktor "Schuld" bei zwischenbetrieblichen Konflikten“ und „Die Last und Lehre von Schuldgefühlen“ Bestandteil der aktuellen Ausgabe.

Weitere Themen sind „In fremden Kulturen unterwegs: Arabische Republik Ägypten“, „Von Kim Jong Un lernen oder Die Kunst, mit Strategemen Politik zu gestalten“, „Lob der Zärtlichkeit“, „Gary Friedman - ein Pionier der Mediation“ und „Nicht besser. Nicht schlechter. Nur anders. - Hochbegabte in der Mediation“.

Unter der Überschrift „Marketing für Berater: Wie sinnvoll sind PR-Unterstützer?“, zeigt der Autor Bernhard Kuntz, Inhaber der PRofilBerater GmbH in Darmstadt auf, was die Gründe für die Beauftragung einer Marketinagentur für PR-Angelegenheiten sein könnten und wie eine Pressemitteilung gestaltet sein sollte. Dabei kommt es, so Kuntz, eben nicht allein auf die Themen an, sondern insbesondere auf die Ansprache des potenziellen Empfängers einer Mitteilung. Kuntz stellt dabei auch einige Prüfkriterien zur Verfügung, mit der man die eigene PR-Arbeit hinterfragen kann.

 

Die Quartalszeitschrift „Die Mediation“, das Fachmagazin für Konfliktlösung, Entscheidungsfindung und Kommunikation, ist zum Verkaufspreis von 9,90 Euro im Zeitschriftenhandel in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Luxemburg erhältlich. Die nächste belieferte Verkaufsstelle in Deutschland kann online über das Portal mykiosk.com abgefragt werden.

 

Tags: Themenschwerpunkt, Finanzen und Wirtschaft (Objektgruppe)

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