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Die taz feiert: 100 Jahre Freistaat Bayern

Die taz und Bayern, zwei Dinge, die „gefühlt“ irgendwie nicht zusammenpassen. Zumindest am 6. November 2018 wird das anders sein. An diesem Dienstag wird die Berliner Tageszeitung in weiß-blau erscheinen, eine Hommage an den Freistaat Bayern, der vor 100 Jahren in München als Republik ausgerufen wurde.

 

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Rahmen der Novemberrevolution die Wittelsbacher, die seit 1180 in Bayern regierten, abgesetzt. Kurt Eisner, Journalist und Schriftsteller, sowie Gründungsmitglied der USPD, rief sodann am 8. November 1918 Bayern als Volksstaat bzw. Freistaat aus, den Freien Volksstaat Bayern. Und obwohl es seit 1990 mit Sachsen und seit 1993 mit Thüringen zwei weitere Bundesländer gibt, die „Freistaat“ als amtliche Bezeichnung verwenden, wird der Begriff dennoch bis heute als Synonym für Bayern genutzt.

Für die taz ist es daher auch höchste Zeit für eine „Bayern-taz“. Diese „Liebe“ geht sogar soweit, dass die Tageszeitung auf die übliche Verlagsfarbe rot verzichtet und am 6. November 2018 in blau-weiß erscheinen wird. Die taz selbst bezeichnet ihre Idee als „revolutionär“. Die taz legt dabei Wert darauf, dass es nicht nur bei Äußerlichkeiten bleibt. Was in der Welt, dem preußischen Ausland und in der bayerischen Heimat geschieht, soll daher auch aus bayerischer Perspektive dargestellt werden.

Doch allein dabei will es die taz nicht belassen. Insbesondere in den sozialen Medien will die taz ihre Leser überraschen. Denn an jenem 6. November 2018 will die taz auch in bayerischer Mundart kommunizieren. „Für einen Tag müssen alle in der Redaktion ein wenig bayerisch denken. Auch die Nicht-Bayern“, sagt Andreas Rüttenauer, der Projektleiter der Bayern-taz, der seit über 20 Jahren im Berliner Exil lebt. „Die Bayern-taz steht für eine offene Gesellschaft. Eh klar.“

 

Mitten in Schwabing werden der Bayern-Korrespondent der taz, Dominik Bar, am Produktionstag zusammen mit der taz-Redakteurin Harriet Wolff ein Büro beziehen. Die taz sieht das gesamte Vorhaben auch in gewisser Weise als ein Experiment an: „Was dabei herauskommt? Schauma moi!“, so die taz in einer Ankündigung.

Die nächstgelegene belieferte Verkaufsstelle kann online über das Portal MyKiosk abgerufen werden.

Tags: Themenschwerpunkt, Bayern, taz

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