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c’t Fotografie hilft bei der Planung von Fotoreisen

Ct Fotografie 201904Eine „Fahrt ins Blaue“? Für Landschaftsfotografen unvorstellbar. Noch vor einigen Jahren kam es sogar darauf an, ob man einen Rollfilm oder den 135er Kleinbildfilm nutzte und welche Lichtempfindlichkeit die Filme aufwiesen. Viele dieser Fragen stellen sich heute, im Zeitalter der digitalen Fotografie, längst nicht mehr. Dennoch will eine Fotoreise gut vorbereitet sein. Die aktuell im Handel erhältliche Ausgabe der c’t Fotografie 4/2019 will dabei Hilfestellung leisten.

 

Sonne lacht, Blende acht! So einfach war früher die Welt. Zumindest für Anfänger mit einer analogen Spiegelreflexkamera. Und es spielte keine Rolle, ob man eine Agfa-Box verwendete, eine Voigtländer aus Braunschweig oder eine japanische Yashica. Mit der Faustregel gelang fast jede AufnahmOlympus OM 10 smallanalog: Olympus OM 10 (© ONPRESS)e. In Zeiten der digitalen Fotografie übernimmt die Automatik die Frage der ISO-Empfindlichkeit und die Auswahl der Blende. Was aber bleibt ist die Vorbereitung der so genannten Fotosafari.

Es mag für ältere Fotografen schon eine Herausforderung gewesen sein, sich auf das digitale Zeitalter umstellen zu müssen. Eine analoge Spiegelreflexkamera war bei guter Pflege jahrzehntelang einsatzbereit. Allerdings scheiterte irgendwann die Beschaffung neuer Filme. Nunmehr kommt oftmals nicht nur auf die Elektronik an, auch schier endlos neue Fachbegriffe müssen verstanden werden. Von „Prävisualisierung“ und „digitale Locationscouting“ ist nun die Rede.

 

Ringfoto Alfo mini 110 smallFast ein ritsch-ratsch-klick: Ringfoto ALFO min 110 (© ONPRESS)In der neuen Ausgabe der c’t Fotografie erklärt der Landschaftsfotograf Nicolas Alexander Ôtto diese Zauberwörter. Er beschreibt, wie er von der Couch aus komplexe Ideen vom Motiv über Komposition bis hin zu Uhrzeiten, Anfahrt und Laufwegen sorgfältig plant. Ein für ihn unverzichtbares Werkzeug ist eine Satellitenkarte wie von Google Earth Pro. „Diese kostenlose Software entpuppt sich bei genauerem Hinschauen als eine absolute Goldgrube für Abenteurer und Entdecker“, erklärt der Fotograf. Allerdings muss man lernen, die Satellitendaten zu lesen.

Am Anfang steht die Überlegung, in welche Region die Reise gehen soll. Dann kann man dort auf den Karten nach bestimmten Kriterien suchen. Weißwasser in Bächen oder Flüssen könne auf einen Wasserfall oder schnelle Strömungen deuten, erläutert der Experte. Viele markante Landschaftspunkte wie Gipfel, Bergseen oder auch Brandungspfeiler im Meer kann man leicht erkennen. Den ersten Eindruck bekommt man, wenn man in Google Earth in die 3D- oder in die Bodenansicht wechselt.

 

In der Toolbar von Google Earth steht das kleine Sonnensymbol zur Verfügung. Mit dessen Hilfe kann man sogar nachvollziehen, wie sich das Licht am gewählten Ort über den Tag hinweg verändert. Zudem empfiehlt Otto unter anderem die App „The Photographers Ephemeris“, die für jedes erdenkliche Datum den Mondverlauf zusätzlich zum Sonnenauf- und untergang zeigt. Außerdem zeigt das Tool „Stellarium“ Astrointeressierten Konstellationen, Sterne, Planeten oder interstellare Nebel. Bei der Suche nach möglichst dunklen Orten für Bilder mit Sternenhimmel helfen Websites wie darksitefinder.com oder lightpollutionmap.info.

Wenn man schließlich alle relevanten Informationen zum Fotomotiv gesammelt hat, helfen dann Karten-Apps wie Google Maps, Fat Maps oder Outdoor Active bei der Routenplanung. Die Open-Source-Landkarte Open Street Map Project liefert detaillierte Informationen der Nutzer: „Hier kann man zum Beispiel sehen, in welcher Verfassung die Wanderwege sind.“ Trotz guter Vorbereitung mit digitalen Helfern geht Otto nur selten ohne eine physische Karte auf Fototour. „Diese ist meist noch genauer und unabhängig von GPS-Signal oder Handyakku.“

 

Weitere Themen der c’t Fotografie 4/19 widmen sich der Fotografie auf Reisen. So haben die Redakteure bezahlbare Telezoom-Objektive und verschiedene Reisekompaktkameras einem ausführlichen Test unterzogen. Erläutert wird auch, wie mit Graufiltern gearbeitet werden kann. Außerdem bietet das Magazin einen spannenden Überblick zur Wildlife-Fotografie in Deutschland.

Das Heft ist zum Verkaufspreis von 10,90 Euro im Zeitschriftenhandel erhältlich. Die nächste belieferte Verkaufsstelle kann online über das Portal mykiosk.com abgefragt werden.

 (Quelle)

Tags: c’t, Heise-Verlag, Foto (Objektgruppe)

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