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Oldtimer-Magazin 79oktan stellt den unbemerkten Oldtimer MZ ETZ 250 vor

79oktan32019 Titel KopieIn seiner aktuellen Ausgabe beschäftigt sich das Oldtimer-Magazin 79oktan mit einem Motorrad, das beinahe unbemerkt zum Oldtimer herangereift ist: Mit der legendären ETZ 250 aus dem VEB Motorradwerk Zschopau, die in der DDR und auch in der Bundesrepublik tausende Käufer fand.

 

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Zu dieser Zweitakt-Maschine gab es bisher kaum nennenswerte Veröffentlichungen. Jetzt hat die Zeitschrift 79oktan, die sich ausschließlich mit Ost-Oldtimern aller Art befasst, erstmals Hintergründe zur Entwicklungsgeschichte dieses Motorrades erforscht und mit umfangreichem historischem Bildmaterial illustriert. Elf Seiten widmet das Magazin der 250er Maschine aus dem Erzgebirge. Selbst für Kenner der Motorradszene Ost ist hier Neues und Interessantes dabei.

Zu den Spezialitäten dieses Oldtimermagazins, das seit drei Jahren am Markt ist, gehören auch automobile Randerscheinungen. So liefert 79oktan Ausgabe 3/2019 einen zwölfseitigen Artikel über die Geschichte des Autodachzeltes, das der Sachse Gerhard Müller einst für den Trabant erfand. Das Zelt auf dem Autodach erfreute sich unter DDR-Campern bald großer Beliebtheit und ist heute noch auf Oldtimertreffen präsent, besonders im Osten. Spätestens seitdem der Film „Go Trabi Go“ in die Kinos kam, ist dieses dort als „Hotel Sachsenruh“ bezeichnete Zelt auch in den alten Bundesländern bekannt, wobei diese Betitelung eine reine Filmerfindung war. Autor Klaus Zwingenberger, bereits vor mehr als 40 Jahren Redakteur bei der DDR-Motorpresse, konnte für den Dachzelt-Beitrag auf den privaten Nachlass des Zelt-Erfinders Müller zurückgreifen.

Keine Randerscheinung, sondern allgegenwärtig auf den Straßen der DDR, war der rumänische Dacia. Der Lizenzbau des Renault R12 motorisierte den Balkanstaat seit Ende der sechziger Jahre. Im Zweitaktland DDR war der moderne Viertakt-PKW begehrtes Konsumgut und dementsprechend Renault R 12Renault R 12knapp. Ende der achtziger Jahre hatte die Fertigungsqualität allerdings derart nachgelassen, dass die DDR den Import des Mittelklassewagens einstellte. Das Oldtimermagazin 79oktan würdigt den rumänischen Franzosen auf zwölf Seiten und stellt der Historie interessante Fakten rund um den Dacia aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Ost und West zur Seite. Dass der Dacia als billiges Konkurrenzangebot zum Original Renault 12 auch im Westen verkauft wurde, dürfte den meisten Lesern neu sein.

Die Zeitschrift 79oktan sieht ihre Aufgabe darin, ein eigenes Printmagazin für Ost-Oldtimer zu etablieren. Tabus gibt es keine. Die Redaktion präsentiert sich selbst als 79oktan-Kollektiv. Auf Vokabel wie „Team“ oder ähnlich „denglische“ Modesprache wird im Heft allgemein verzichtet. Man schreibt über PKW, Motorräder oder LKW genauso wie über Kinderfahrzeuge, Fahrräder oder Landtechnik des Ostens. Und zwar, passend zur beschriebenen Epoche, nach alter deutscher Rechtschreibung.


Die Macher versuchen sich in politischer Neutralität, was auffallend gut gelingt. Statt Ideologie gleich welcher Richtung gibt es fundierte Fakten, tiefe Recherche und immer wieder unveröffentlichtes historisches Bildmaterial. Kurz fassen sich die Redakteure in 79oktan nur selten und treffen damit genau den Nerv ihrer Leserschaft, die naturgemäß vorrangig im Osten Deutschlands, aber auch in Österreich, der Schweiz und den Altbundesländern zu finden ist.

79oktan erscheint 4x jährlich und ist mit einem Umfang von 74 Seiten zum Preis von 6,90€ pro Ausgabe im Zeitschriftenhandel erhältlich. Verkaufsstellen in der Nähe findet man im Onlineportal www.mykiosk.com.

(Renault R 12-Bild von denis valé auf Pixabay)


Tags: Oldtimer (Objektgruppe), DDR


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