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Bayerns Volksbanken und Raiffeisenbanken: Auszeichnung von Journalisten

Gros Jürgen Foto GVBJürgen Gros (Foto: GVB)Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken haben Journalisten für herausragende publizistische Arbeiten ausgezeichnet. Die drei mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preise gingen an Vanessa Lünenschloß und Jan Zimmermann vom Bayerischen Rundfunk, Reporterin Angelika Kleinhenz von der Main-Post sowie an die freie Journalistin und „Krautreporterin“ Katharina Mau. Eine Experten-Jury hatte eine Auswahl aus 60 Bewerbungen zu treffen.

 

Seit dem Jahr 2012 vergeben die 236 Volksbanken und Raiffeisenbanken die Preise an Journalistinnen und Journalisten aus dem Freistaat Bayern. Der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), Jürgen Gros, gratulierte den Preisträgern anlässlich einer Festveranstaltung im Münchner Literaturhaus und würdigte deren Leistung: „Die Jury hat treffsicher ausgewählt: Die prämierten Beiträge sind am Puls der Zeit. Emotional, relevant, informativ, faktensicher, so wie ich Medien mag“, sagte Gros vor rund 100 Gästen.

Die Bedeutung von journalistischer Sorgfalt und Qualitätskontrolle in Zeiten von "Fake News" sowie gefälschten Bildern und Videos hob der Festredner Roland Freund hervor: „Das professionelle Überprüfen von Informationen ist schon immer journalistisches Grundhandwerk. Es wird aber wichtiger denn je angesichts nahezu perfekter digitaler Fälschungen durch sogenannte Künstliche Intelligenz und dieses Verifizieren muss selbst auch immer technischer werden“, sagte der Landesbüroleiter Bayern der Deutschen Presseagentur.

 

Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Preis für Reporterteam des Bayerischen Rundfunks

Den Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Preis (Preisgeld: 8.000 Euro) erhielten Vanessa Lünenschloß und Jan Zimmermann für ihre TV-Reportage „Europas dreckige Ernte“. Die beiden Investigativjournalisten berichteten darüber, unter welchen Bedingungen Flüchtlinge und Migranten in Spanien und Italien als Erntehelfer ausgebeutet werden. Die Jury ließ sich durch die aufwendige, teils riskante Vor-Ort-Recherche überzeugen: „Sie verändert das Bewusstsein und macht klar: Den Preis, den wir als Verbraucher nicht zahlen, zahlen dafür andere Menschen. Das ist der verdrängte Skandal hinter dem preiswürdigen TV-Stück“, heißt es in der Beurteilung. Die Laudatio hielt der stellvertretende Chefredakteur der Main-Post, Ivo Knahn.

Hermann-Schulze-Delitzsch-Preis für Main-Post-Redakteurin

Den Hermann-Schulze-Delitzsch-Preis (Preisgeld: 8.000 Euro) bekam Angelika Kleinhenz von der Main-Post überreicht. Sie berichtete darüber, wie verunreinigtes Trinkwasser im Herbst 2018 die Bevölkerung in Unterfranken verunsicherte. Mehr als 50.000 Menschen hatten dort wochenlang durch Fäkalkeime verunreinigtes Trinkwasser abkochen müssen. Die Jury überzeugten der hohe Verbraucherschutzaspekt der Artikelserie und die Hartnäckigkeit der Redakteurin. Kleinhenz habe sich über Monate hinweg intensiv mit der Problematik befasst und sich nicht abwiegeln lassen. „Ihr gebührt der diesjährige Hermann-Schulze-Delitzsch-Preis, denn so viel Fleiß und so ein langer Atem müssen Anerkennung bekommen“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Susanne Schäfer, Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Brand eins und selbst Hermann-Schulze-Delitzsch-Preisträgerin, würdigte Kleinhenz.

 

Förderpreis für "Krautreporterin" Katharina Mau

Den Förderpreis für junge Journalisten (Preisgeld: 4.000 Euro) nahm Katharina Mau entgegen. Ausgezeichnet wurde die Nachwuchsjournalistin für ihre Webserie „Deine Altersvorsorge“, erschienen auf dem genossenschaftlich organisierten Journalistenportal Krautreporter.de. „Es ist ihr darin gelungen, einer jungen Leserschaft simpel, logisch und einfach in einer schönen Sprache zu erklären, was hinter Renten, Riester, Rürup und Immobilienblasen steckt“, urteilte die Jury. Katharina Mau sei erfrischend und ohne erhobenen Zeigefinger an das sperrige Thema herangegangen. Auch die psychologische Herangehensweise mache die Serie preiswürdig, so die Jury: Altersvorsorge als etwas Positives zu sehen und als Richtschnur immer die Frage zu stellen: Wie überliste ich mich selbst, etwas dafür zu tun? Heinz-Roger Dohms, Gründer des Branchennewsletters Finanz-Szene.de, übernahm die Laudatio.

Auf seiner Website https://www.gv-bayern.de/journalistenpreise hält der Bankenverband weitere Informationen über die Gewinner der Journalistenpreise, die ausgezeichneten Arbeiten sowie Fotos und Videos von der Preisverleihung bereit. Seit mehr als 125 Jahren vertritt der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) die Interessen bayerischer Genossenschaften. Zu seinen 1.242 Mitgliedern zählen 236 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie mehr als 1.000 Unternehmen aus Branchen wie Landwirtschaft, Energie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Sie bilden mit rund 50.000 Beschäftigten und 2,9 Millionen Anteilseignern eine der größten mittelständischen Wirtschaftsorganisationen im Freistaat.

 

 

Tags: Journalismus, Bayern, Auszeichnung

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