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Neue Allensbach-Studie bestätigt starke Stellung der Anzeigenblätter im Lokalen

Anzeigenblätter sind die beste Informationsquelle für Einkäufe – auch aus Sicht der jungen Generation“. Dies sagte Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach auf der Herbsttagung des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA), die am 14. und 15. Oktober 2010 in Mannheim stattfand. Dort stellte Prof. Köcher die Ergebnisse einer vom BVDA in Auftrag gegebenen Studie vor – der Titel: Die Bedeutung von Anzeigenblättern als Informationsquelle über die lokale Konsum- und Lebenswelt.

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„Anzeigenblätter erreichen fast die gesamte Bevölkerung. Mit ihrer hohen Reichweite tragen sie in erheblichem Maße zur umfassenden Willensbildung im Lokalen bei“, so Köcher. Die Bedeutung des Geschehens am Wohnort sei für die Bürger unabhängig von Alter und Bildung groß. Mit einer überwältigenden Mehrheit seien lokale Thema auf der Rangliste der Interessen auf Platz 1. Im Gegensatz zu Tageszeitungen sei die Nutzung von Anzeigenblättern weit weniger altersgebunden als bei Tageszeitungen. „Anzeigenblätter haben hervorragende Voraussetzungen den tiefgreifenden Medienwandel gut zu bewältigen“, sagte Köcher.

Dies wirke sich Generationen übergreifend auch auf das Informationsverhalten bei Einkäufen aus. So antworteten beispielsweise auf die Frage: „Wo bekommt man ihrer Meinung nach interessante Einkaufstipps und Informationen über Sonderangebote?“ zwei von drei Deutschen: Im Anzeigenblatt. Danach erst folgen regionale Tageszeitung (54%), persönliche Gespräche (34%) und Zeitschriften/Stadtmagazine (18%). Das Internet kommt mit acht Prozent erst auf Platz 5.

Ein weiteres Fazit: Als Informationsquelle über die lokale Konsum- und Lebenswelt ist das Internet auch heute noch von untergeordneter Bedeutung. So hielten 23 Prozent der Deutschen das Internet für eine gute Quelle über Lokalpolitik und lokale Entwicklungen, beim Thema Einkaufsmöglichkeiten und Sonderangebote seien es acht Prozent. Bei den unter 30-Jährigen liegt der Anteil höher (37 bzw. 18 Prozent).

„Diese Ergebnisse bestätigen die Einschätzungen unserer Kunden vor Ort,die wir aus jahrelangen Gesprächen kennen“, sagte Heiner Urhausen, BVDA-Geschäftsführer. Allerdings sei ein Nachweis von unabhänigen Dritten sehr nützlich – vor allem in einer Zeit, in der viele Wettbewerber das Lokale für sich plötzlich entdeckten, sich in Selbstüberschätzung als Abverkaufsmedium bezeichneten oder gar ganze Kongresse zum Thema veranstalteten.

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Zuvor hatte bereits BVDA-Präsident Helmut Gebauer in seiner Eröffnungsrede betont: „Anzeigenblätter sind ein gesunder und leistungsstarker Werbeträger, der sich zudem als relativ krisenresistent erwiesen hat.“ Im Vergleich zu anderen Gattungen sei der Rückgang bei den Nettowerbeumsätzen mit 2,1 Prozent moderat gewesen. Die positive Entwicklung am Werbemarkt werde sich auch in den Ergebnissen der Anzeigenblattverlage widerspiegeln.

Katja Riefler, Inhaberin der Beratungsfirma RISolutions, München, stellte die aktuelle Entwicklung bei der Migration der Rubrikenmärkte und entsprechende Handlungsoptionen für Verleger vor. Dabei sei eine der größten Herausforderungen, sich auf das geänderte Nutzerverhalten der jüngeren Generation einzustellen. Während die mittlere und ältere Generation das Internet als eine Printverlängerung wahrnehme, wüchsen Jüngere mit ihm als Dialogmedium auf, das permanent vorhanden sei: Sie gingen nicht online, sie seien online.

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Auf der turnusgemäßen Mitgliederversammlung wählten die Verleger und Geschäftsführer vier neue Mitglieder in den BVDA-Hauptausschuss: Thomas Gogl, Verlag Bayerische Anzeigenblätter, Ingolstadt; Ulrich Horndacher, Delta Medien, Heilbronn; Alexander Lenders, Weiss-Verlag, Monschau; Peter Peschka, Singener Wochenblatt, Singen.

Der Verleger Wilfried Kalski, Geschäftsführer des Anzeiger Verlags in Osterholz-Scharmbeck, schied aus dem Hauptausschuss aus. Für seine Verdienste um die Gattung Anzeigenblatt ernannte ihn die Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied des Hauptausschusses.

Auf der Abendveranstaltung, die von der SÜWE Ludwigshafen ausgerichtet wurde, bewertete der Festredner Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Holding, unter anderem die Rolle der Anzeigenblätter als Werbeträger. Diese seien mit ihrer lokalen Ausrichtung und hohen Reichweite ein wirkungsvoller Werbeträger im Marketingmix.ie der großen Lokalität. Anzeigenzeitungen weisen im Schnitt 30 bis 40 Prozent redaktionelle Inhalte auf.


Tags: Lokaljournalismus, BVDA

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