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Eine Zeitschrift, die den ÖPNV thematisiert: Omnibusspiegel

Omnibusspiegel 202009Es gibt Dinge, die Bestandteil des Alltags sind und über die man sich im Laufe der Zeit überhaupt keine Gedanken mehr macht. Dazu zählt unter anderem auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule und später dann auch wieder zurück, besteigt man den Bus und lässt sich ans Ziel bringen. Doch Vorstellungen davon, wie die tägliche Beförderung überhaupt realisiert wird, hat man kaum. Abhilfe schafft die monatlich im Hanke-Verlag, Bonn, erscheinende Zeitschrift „Omnibusspiegel“, die sich mit dem Thema Omnibusverkehr befasst.

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In den Städten kommen die Einwohner oft ohne den Bus aus. Der nächste Supermarkt, der Hausarzt und vielfach auch die Schule sind meist zu Fuß zu erreichen. Anders ist die Situation im ländlichen Raum. Der Kaufmannsladen und auch die Dorfschule sind seit Jahrzehnten geschlossen, alles spielt sich in der nächsten Stadt ab, die mehrere Kilometer entfernt ist. Schüler nutzen den Schulbus und wer nicht über ein eigenes Auto verfügt, muss seine Einkäufe in der Kreisstadt erledigen. Alle sind nur per Autobus zu erreichen.

Wie umfangreich und vielfältig die dahinter stehende Logistik ist, verdeutlichen die vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer veröffentlichten Zahlen. Danach gibt es in Deutschland 4.200 Busunternehmen, von denen 3.800 in privater Hand sind. 102.000 Busfahrer, davon 52.000 in mittelständischen Unternehmen beschäftigt, lenken 79.000 Busse, wobei 41.000 Fahrzeuge nicht zu öffentlichen Busbetrieben zugerechnet werden können.

 

MAN Intercity Foto MANMAN Intercity (Foto: MAN)Bereits im 42. Jahrgang berichtet die Zeitschrift Omnibusspiegel über den Bau von Fahrzeugen, stellt die neuesten Entwicklungen vor und porträtiert auch Busbetriebe. So wird beispielsweise eine überarbeitete Version des seit 2015 am Markt befindlichen MAN Lion’s Intercity vorgestellt. Dieser Omnibus ist sowohl für den Überland- und Schülerverkehr wie auch als Ausflugsbus geeignet, denn er verfügt, anders als die üblichen Linienbusse, über einen Kofferraum.

Das Magazin beleuchtet dabei sehr ausführlich die Vor- und Nachteile der jeweiligen Busmodelle, fasst die Eckdaten wie Maße und Gewichte, bestehend aus Länge, Breite, Zahl der Sitzplätze, Informationen über Stehplätze und auch Details zur Motorleistung übersichtlich in einem Infokasten zusammen.

 

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Dargestellt wird auch die Geschichte eines 1935 in Stuttgart gegründeten Unternehmens, welches sich im Laufe der Zeit zu einem „global Player“ im Omnibusbau entwickelte. Der Karosseriebaumeister Gottlob Auwärter produzierte im eigenen Betrieb 1953 seinen ersten selbsttragenden Bus, dem er den Namen „Neoplan“ gab. Seit 1964 stellte man mit dem „Do-Bus“ sodann einen Doppeldecker-Niederflurbus her. Neoplan gilt zudem als Erfinder des Reisedoppeldeckers. Die Geschichte Neoplans wird mitsamt zahlreichen Modellfotos auf 12 Seiten skizziert.

Ein Trend der vergangenen Jahre ist die Entwicklung von E-Bussen. Viele werden sich noch an die sogenannten O-Busse erinnern, bei denen elektrisch betriebene Omnibusse über eine Oberleitung mit Strom versorgt wurden. Sie waren von 1933 bis 1973 Bestandteil des ÖPNVs in Berlin. In Essen und Potsdam stellte man den Betrieb 1995 ein, seitdem gibt es Oberleitungsbusse nur noch in Solingen (Nordrhein-Westfalen), Eberswalde (Brandenburg) und Esslingen bei Stuttgart (Baden-Württemberg).

 

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Die Berliner Verkehrsbetriebe BVG haben inzwischen jedoch 2020 angekündigt, in Berlin-Spandau auf der Heerstraße und dem Brunsbütteler Damm Teststrecken einrichten zu wollen. Wann die Umsetzung erfolgen soll, steht jedoch noch nicht fest. Ob nun mit Oberleitung oder mit Akkus, das Magazin Omnibusspiegel widmet sich den Themen und stellt so auch eine interessante Konstruktion, den vollelektrischen Midibus des polnischen Newcomers Rafako, bei dem die Akkus unter dem Fußboden platziert sind, vor. Zielstrebig baut auch das Unternehmen BYD sein Angebot für den europäischen Markt aus. Insbesondere für die skandinavischen Länder wurde nun ein 13,2-Meter-Low-Entry auf die Räder gestellt.

Das Magazin hat sich den Themen Omnibusbau und Omnibusverkehr in Vergangenheit und Gegenwart verschrieben. Nach eignen Angaben hat die Redaktion „das Ohr ganz dicht an der Branche“. Man präsentiert innovative Konzepte der Industrie und sofern neue Typen auf den Markt kommen oder andere aus den Programmen genommen werden, werden diese im Fachmagazin Omnibusspiegel entsprechend thematisiert.

 

Die Zeitschrift ist am Kiosk erhältlich. Der Omnibusspiegel, Ausgabe 9/2020, umfasst 32 Seiten und ist monatlich zum Preis von 10,80 Euro erhältlich, die nächste belieferte Verkaufsstelle kann online über das Portal mykiosk abgefragt werden.

 

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Tags: LKW/Omnibus (Objektgruppe)

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