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Fachzeitschrift Gartenfreund: gelebter Qualitätsjournalismus

GartenfreundWenn man sich mit Freunden über das Thema „Zeitschriften“ unterhält, werden stets nur die „üblichen Verdächtigen“ genannt: große, namhafte Titel, die es bei fast jedem Zeitschriftenhändler zu kaufen gibt. Doch die wahren „Perlen“ im Printbereich sind im Special-Interest-Bereich angesiedelt. Eben weil sie sich auf spezielle Themen konzentrieren, überzeugen diese durch ihre fachliche Kompetenz. Ein Beispiel hierfür: „Gartenfreund“.

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Bei diesen Special-Interest-Zeitschriften werden nicht einfach Seiten gefüllt. Vielmehr ist es so, dass die Redakteure regelrecht dafür brennen, ihre Themen an den Mann bringen zu können. Sie sind versiert, sie leben ihre Themen regelrecht aus. Und insbesondere bei den Special-Interest-Titeln ist der so oft genutzte Begriff „Qualitätsjournalismus“ keinesfalls eine Floskel, er hat hier sehr wohl seine Berechtigung.

Redakteure sind oftmals vielfältig einsetzbar. Heute ein Bericht über eine Gerichtsverhandlung, morgen als „Parlaments-Journalist“ im Einsatz. Bei den Spezial-Titeln ist das jedoch anders, hier sitzen die Journalisten nicht (nur) am „grünen Tisch“, sie sind vor Ort und sind vor allem dann, wenn die Zeitschrift über Hobbys berichtet, selbst ein Anhänger des betreffenden Steckenpferds.

 

Die im Wächter-Verlag, Bremen, monatlich erscheinende Zeitschrift „Gartenfreund“ ist ein Beispiel für gelebten Journalismus. Dass man in der Redaktion offenbar die Sprache und vor allem auch die Interessen der Zielgruppe ganz genau verstanden hat zeigt sich an einem markanten Detail. Während Verlage üblicherweise mit aufwändigen Marketingaktionen um jeden einzelnen Leser regelrecht kämpfen müssen, agiert der Bremer Verlag eher unauffällig.

Zumindest bemerken Außenstehende, die nicht in einem Kleingartenverein organisiert sind, nicht allzu viel von dem Magazin. Denn es ist nicht im Einzelhandel erhältlich. Vielmehr kann die Zeitschrift, wie der Verlag mitteilte, nur von Vereinsmitgliedern im Abonnement bezogen werden, sofern der Verein einem Landesverband angeschlossen ist.

 

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Und so sind die Herausgeber eben auch die Verbände Berlin, Braunschweig, Bremen, Hamburg, Mecklenburg und Vorpommern, Neckar, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe. Deren Mitglieder können die monatlich erscheinende Zeitschrift zum jährlichen Preis von 18,00 Euro bestellen.

Daher zählt es natürlich auch zu den redaktionellen Pflichten, entsprechende Berichte aus den Verbänden zuz präsentieren und für die Vereinsmitglieder relevante Veranstaltungstermine aufzubereiten. Zu diesen zählen aber nicht nur die Sitzungstage der Verbände, sondern auch eine Übersicht über Gartenseminare, die in der jeweiligen Region stattfinden.

 

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Das Magazin bietet selbstverständlich praktische Tipps für den Kleingärtner an. Hierzu zählen die Empfehlungen, durch welche Bewässerungsmöglichkeiten der eigene Garten grün bleibt oder auch wie Rasenschäden ausgebessert werden können

Obstgarten, Ziergarten Gemüsegarten? Für Laien klingt das schon nach Kleingarten aber eben auch so, als gäbe es kaum Unterschiede. Doch weit gefehlt! Jede Form der Gartennutuzung erfordert eine andere Handhabung. Und so unterbreitet die Redaktion entsprechende Tipps, welche Dünger bei den einzelnen Anbauformen genutzt werden sollte.

Schon einmal einen violetten Blumenkohl gesehen?

Und wie vielfältig das Thema „Anbau“ sein kann, weiß man eigentlich doch aus eigener Erfahrung. Die Unterschiede zeigen sich stets beim Einkauf von Obst und Gemüse im Supermarkt. Da ist Apfel nicht gleich Apfel und insbesondere bei Kartoffeln ist die Auswahl zuweilen sehr groß, mal ganz davon abgesehen, dass man allein schon zwischen „festkochend“ und „mehlig kochend“ unterscheiden kann und auch unterscheiden sollte.

 

Selbst eingefleischte Gartenfreunde dürften bezüglich der im Heft aufbereiteten Themen immer wieder erneut überrascht sein. Beispiel: das Thema „Blumenkohl“. Jeder kennt ihn. Man kann ihn im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt kaufen. Er besteht aus einem weißen Kopf, geschützt von grünen Blättern und wenn er denn erst einmal im Kochtopf ist, ist die Hälfte davon kompostierbarer Abfall, vornehmlich aus Strunken bestehend.

Aber so einfach und schnell ist das Thema „Blumenkohl“ für die Redaktion nicht erledigt. Sie stellt dem Leser vielmehr auch Sorten vor, die man kaum kennen dürfte. Da wird unterschieden zwischen Frühsorten, Herbstssorten und Ganzjahressorten. Und, was wohl viele überraschen dürfte, man unterscheidet sogar farblich.

 

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In Deutschland kennt man natürlich und wohl auch fast ausschließlich nur den weißen Blumenkohl. Doch es gibt durchaus andere Farben, aber diese sind, trotz des deutlich höheren Vitaminanteils, in Deutschland nicht sonderlich beliebt. Diese bunten Köpfe sind vor allem in Italien durchaus sehr begehrt. Neben dem Vitamin-Vorteil punkten diese im Geschmack, der um einiges intensiver ist, als die bei uns in heimischen Gefilden gewohnten Sorten.

Markanteste Vertreter der farblichen Fraktion dürften dabei wohl die Sorten „Grafitti“, „Rosalind“ und „Violetta di Sicilia“ sein, die sich durch ihre violette Farbe hervorheben, „Sunset“ überrascht durch seine gelb-orangen, „Alverda“, „Verde di Macerata“, „Veronica“, Velio“ und „Vitaverde“ durch die grüne Kopffarbe. Und somit können selbst jene vom Magazin profitieren, die keinen Garten besitzen.

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Und so ließe sich die Themenvielfalt an schier unendlich vielen weiteren Beispielen verdeutlichen. Und irgendwie ist es dann doch schade, dass der Titel nicht im freien Handel erhältlich ist. Denn wenn beispielsweise die Frage, wie man lästige Flecken an Blumentöpfen entfernen kann, beantwortet wird, so können sehr wohl auch Leser, die „nur“ Pflanzen in der eigenen Wohnung oder auf dem Balkon haben, davon profitieren.

Das Magazin erscheint im DIN A 4-Format und erreicht pro Ausgabe über 500.000 Leser.

  

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Tags: Garten (Objektgruppe)

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