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Modell Fahrzeug stellt den Lamborghini Sián von Bburago vor

Modell Fahrzeug 202003Die Aufgabe einer Zeitschrift ist es insbesondere, ihre Leser zu informieren. Neudeutsch heißt es dann oftmals auch, man wolle eine „Message“ verbreiten. Bestenfalls hätte man noch eine „Chronistenpflicht“ abzuarbeiten. Doch worin unterscheidet sich eigentlich ein wirklich gut gemachtes Magazin von den Mitbewerbern? Die Zeitschrift „Modell Fahrzeug“ liefert auf diese Frage eine passende Antwort.

 

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Eine Abgrenzung kann sich durch das sogenannte Herausstellungsmerkmal ergeben, wenn die Zeitschrift besonders gut aufgemacht ist, sich insbesondere durch eine Themenauswahl hervorhebt, die man als Leser bei anderen Titeln nicht findet. Eine andere Möglichkeit wäre es, wenn es die Redaktion eines Magazins schafft, Leser in ihren Bann ziehen zu können, die eigentlich nicht zur Zielgruppe gehören. Und genau dieses ist bei der Zeitschrift „Modell Fahrzeug“ der Fall.

Die im Bielefelder Delius-Klasing-Verlag erscheinende Special-Interest-Zeitschrift wurde 1990 gegründet und 2015 mit dem Magazin „Modell Magazin“ verschmolzen. Die Redaktion hat es sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, umfassende Berichterstattung und klare Bewertungen zu bieten um den Modellauto-Sammlern aller Maßstäbe, Liebhaber von Kleinserien- und Handarbeits- Modellen, RC- und SlotCar-Fans eine Orientierungshilfe geben zu können.

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Einmal im Jahr ruft die Redaktion zudem die Leser dazu auf, das „Modellfahrzeug des Jahres“ zu wählen und kann dabei eine hohe Wahlbeteiligung Revell Jaguar E Type CoupeJaguar E Type Coupe (Foto: Revell)verzeichnen, was ein Ausdruck für eine starke Leser-Blatt-Bindung ist. Durch die Auswertung der Ergebnisse ergeben sich gesicherte Rückschlüsse auf das Kaufverhalten der Zielgruppe, das Image einzelner Marken und auf Marktanteile.

Fast jeder (heutzutage) „große Junge“ war einst stolzer Fuhrparkleiter einer ganzen Fahrzeugflotte aus dem Hause „Matchbox“. Was seinerzeit als Spielzeug diente, ist heute Dekoration in vielen Vitrinen. Selbst in den Büros mancher Führungsetagen schlummert das eine oder andere Schätzchen. Dabei wäre es falsch, wenn man mit einem psychologischen Ansatz Rückschlüsse vom Fahrzeugmodell auf den jeweiligen Fahrzeuginhaber ziehen wollte. Die Gründe für die Auswahl der Modelle sind zuweilen ganz banal: der Wagen, mit dem man den Führerschein erworben hat, das erste eigene Auto oder eben jener Fahrzeugtyp, in dem man die erste große Liebe ausführte oder in den ersten Familienurlaub zum Gardasee fuhr.

Aktuell ist nun die Ausgabe 3/2020 in den Zeitschriftenhandel gekommen. Auf 100 Seiten hat die Redaktion keine Gelegenheit ausgelassen, zumindest den Versuch zu wagen, den Leser in jene Erinnerung schwelgen zu lassen. Da werden aus dem Haue Schuco die BMW-Isetta, der Unimog Revell VW T1 CamperVW T1 Camper (Foto: Revell)406, der Stasi-Barkas und die vom DDR-Betrieb Simson produzierte Schwalbe vorgestellt, der BMW X7 von Kyosho, der VW-Caddy auf Rabbit-Basis und der VW Käfer 1302 von Solido, der Mercedes W123 von Norev, der legendäre VW Karmann Ghia (Typ 14) Coupé von Tamiya, der Mercedes-Benz 190 und der BMW 635 CSi, mit dem Ottfried Fischer einst als „Bulle von Tölz“ unterwegs war, sowie der Porsche 911 von Minichamps.

Dabei belässt man es aber nicht allein bei fertigen Modellen, sondern befasst sich auch mit Bausätzen. Bekanntester Hersteller dürfte hierbei Faller sein. Und da ist es auch nahe liegend, dass selbst ein H0-Modell einer Tankstelle vorgestellt wird. Aber eben nicht irgendeine, sondern die legendäre 1953 errichtete Großtankstelle Brandshof im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort, die inzwischen auf der Denkmalschutzliste eingetragen ist.

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Die aktuelle Heftfolge umfasst eine Maßstabspalette die bei 1:160 beginnt und bei der Riesenbaugröße 1:8 endet. Schon das Titelthema kommt extrem spektakulär daher: Weltexklusiv konnte die Redaktion das 1:18-Modell des Lamborghini Sián von Bburago in allen Details ablichten. Der Bolide hat im Original satte 785 PS unter Haube und lässt niemanden mit etwas Benzin im Blut kalt, sogar im Sammlerregal.

Im Heft widmet sich ein großes Klassik-Spezial auf 21 Seiten historischen Vorbildern in ganz unterschiedlichen Maßstäben. Auch hier zeigt das Special-Interest-Magazin ein spektakuläres 1:18-Modell: den Commer TS3 des legendären Rennteams „Ecurie Ecosse“, einen riesigen blauen Renntransporter, der ab 1959 in allen Boxengassen der Welt für Furore sorgte.


Nicht weniger spektakulär: ein orangefarbener Mercedes-Benz SS von Erdmann & Rossi als 1:43-Handarbeitsmodell von Autopioneer. Das Vorbild wurde 1934 nur zu einem Zweck gebaut: Um auf norditalienischen Autobahnen mit Höchstgeschwindigkeit zu fahren. Als erstes Magazin auf der Welt überhaupt zeigt die Redaktion bereits jetzt, wie der 1:8-Bausatz des Mercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut von Legrand aussehen könnte, wenn er frühestens 2021 auf den Markt kommen wird.

Es gibt Marketing-Sprüche, die nicht selten abgedroschen wirken. Doch einer trifft in Bezug auf die Zeitschrift Modell Fahrzeug: sie macht Lust auf mehr. Und zwar insofern, dass Leser im „fortgeschrittenen“ Alter, die sich mit Modellautos seit Jahrzehnten nicht mehr befasst hatten, eins entdeckt haben dürften: eine alte Liebe zum Detail.

Die Ausgabe 3/2020 ist zum Verkaufspreis von 6,20 Euro am Kiosk erhältlich. Der nächste belieferte Zeitschriftenhändler kann online über das Portal mykiosk abgefragt werden

 


Tags: Delius Klasing Verlag, Modellbau (Objektgruppe)

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