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„Boote Exklusiv“ präsentiert die Hitliste der Top 200 größten Motoryachten der Welt

Boote Exklusiv 202005 Die 200 größten MotoryachtenIm deutschen Pressehandel gibt es um die 8.000 Zeitungen und Zeitschriften. Man kann nicht alle kennen. Aber mit Sicherheit ist für jeden irgendetwas dabei. Und selbst dann, wenn man nicht direkt zur Zielgruppe eines Titels gehört, kann man sich dennoch in den Bann eines Magazins ziehen lassen. So zum Beispiel beim Thema Motoryachten. Die im Bielefelder Verlag Delius Klasing erscheinende Zeitschrift „Boote Exklusiv“ entführt den Leser in die Welt der Superyachten und Superreichen. Leinen los!

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Wenn man selbst keine Yacht sein Eigen zählen kann (und wer kann das eigentlich auch?), ist man dann doch immer wieder fasziniert von diesen Booten. Und zudem weiß man auch, dass die Booteigner ein ganz besonderes Völkchen sind, wobei das nicht abwertend gemeint sein soll. Als Laie weiß man dann auch nicht, ob da auch noch von Booten oder doch schon von Schiffen gesprochen werden sollte. Und wo sind dazwischen überhaupt die Grenzen?

Nun hält man die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Boote Exklusiv“ in den Händen und sieht als Titelbild die 115 Meter lange Yacht „Pelorus“ in der Bucht von Roquebrune mit Unterwasserfestbeleuchtung und einem Hubschrauberlandeplatz an Deck. Hier und auch im Innenteil des Magazins ist der Laie immer wieder hin- und hergerissen. Es werden Yachten vorgestellt, die zum Träumen einladen, bei anderen Modellen fragt man sich dann aber auch wieder, welchen Zweck diese erfüllen sollen.

 

Und diese Frage stellt sich sodann selbst die Redaktion. Denn in der neuesten Ausgabe werden bereits zum zwölften Mal die Top 200 der größten Motoryachten der Welt veröffentlicht. Und beim Spitzenreiter, die „REV Ocean“, die 2020 fertig gestellt wurde, kommentieren die Redakteure das „Werk“ dann auch mit den Worten „Yacht oder Forschungsschiff?“

Man mag sich einfach mal ein Fußballfeld vorstellen. Dieses ist ganze 105 Meter lang. Und in etwa doppelt so lang ist eben jener Spitzenreiter. Die für Forschungs- und Abenteuerreisen konzipierte „REV Ocean“ ist laut Redaktions-Ranking die größte Yacht der Welt und verdrängt damit das Lürssen-Flaggschiff „Azzam“ von der Spitze, wo sie die vergangenen sieben Jahre einsam thronte. Der norwegische Milliardär Kjell Inge Røkke orderte das Exterior der 182,60 Meter langen Exploreryacht bei Designer Espen Øino und will an 28 Gäste verchartern. Da das Meer den Norweger reich gemacht hat, gewährt er 54 Wissenschaftlern Zugriff auf Moon-Pool, diverse U-Boote, sechs Laboratorien und ein Auditorium mit 36 Sitzplätzen. Für den Ausbau des H2-Interiors kommt der voluminöse Verdränger (17440 Gross Tons) von der Vard-Werft in Rumänien zur Lloyd Werft nach Bremerhaven. Zählt so was noch als „Yacht“?

 

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Anders sieht es auf dem zweiten Platz aus. Dort rangiert die „Azzam“, die 2013 in der Lürssen-Werft in Bremen entstand. Eigner ist Scheich Khalifa bin Zhaed Al Nayahn, der Emir von Abu Dhabi. Das Boot (180,65 Meter) beeindruckt auch sieben Jahre nach ihrem Stapellauf mit ihrem leistungsstarken Antriebspaket: Dieselaggregate und Gasturbinen liefern 70.000 Kilowatt, die sie an vier Giga-Jetantriebe weitergeben und die einen Topspeed von 30 Knoten ermöglichen.

Auf Platz 3 wird mit 164 Metern Länge die „Fulk Al Salamah“ genannt, die eher an ein Vertreter der AIDA-Flotte erinnert. Der voluminöse Achtdecker entstand auf dem Mariotti-Werftgelände in Genua unter strengster Geheimhaltung als Projekt „Saffron“ für den Sultan von Oman. Die drittgrößte Yacht der Welt ergänzt „Al Said“ (Platz 7) als Begleitschiff und ersetzt die ältere „Fulk Al Salamah“ (Platz 14). Die neue „Fulk Al Salamah“ besitzt eine 300-Mann starke Crew, nimmt Tender der 25-Meter-Klasse auf und zahlreiche Autos.

 

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Andere Schiffe wiederum erwecken aus weiter Ferne eher den Eindruck eines Kriegsschiffs, so die „Projekt Opus“ auf Platz 10 und somit versprühen viele präsentierte Schiffe irgendwie überhaupt nicht den Charme dessen, was man sich als Außenseiter unter einer typischen Yacht vorstellt. Man geht die bebilderten Chartplatzierungen durch und bleibt dann bei dem einen oder anderen Modell hängen. So beispielsweise auf Platz 27, wo die „Sailing Yacht A“ genannt wird. Sailing? Da denkt man an Rod Stewart. Aber bei diesem Modell ist von einem Segel weit und breit nichts zu erkennen.

Vielmehr hat man auch hier wieder den Eindruck, es hätte sich ein Kriegsschiff unter die Yachten gemogelt. Und siehe da, die Redaktion kommentiert dieses Modell sodann mit den Worten „Einige sehen in ihr ein U-Boot oder ein Stealth-Kriegsschiff.“ Treffender hätte man diesen Eindruck nicht beschreiben können. Und markant ist dann auch der Zusatz, dass der Auftraggeber des Schiffs nach der Fertigstellung keinen Abnehmer gefunden hätte. Nun ja, man mag sich auch nicht vorstellen, wie die Reaktionen des einen oder anderen Hafenmeisters sein könnten, wenn man mit diesem Modell in einen Hafen einlaufen möchte.

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Man weiß ja, dass „länger“ nicht immer auch „besser“ bedeutet. Was den Experten an dieser Liste der 200 größten Motoryachten der Welt begeistern könnte, ist dem Laien unverständlich. Doch zum Glück kommt auch der Außenseiter, der beim Begriff „Yacht“ ein gewisses Klischee vor Augen hat, dennoch auf seine Kosten. Denn neben den in den „Charts“ genannten Schiffen, werden auch Modelle präsentiert, die den Vorstellungen des unkundigen Lesers dann doch voll und ganz entsprechen.

Auf ganzen 13 Seiten wird zum Beispiel die 43 Meter lange Segelyacht „Canova“ präsentiert. In zahlreichen Bildern wird die Inneneinrichtung vorgestellt, technische Daten und Konstruktionszeichnungen runden die Präsentation ab. Und letztlich räumt das Magazin auch mit längst überholten Vorstellungen auf. Zum Beispiel mit dem, was man sich so eigentlich als typischen „Skipper“ vorzustellen hat. Hierunter versteht man jene Person, die für das Führen eines Bootes verantwortlich ist. Und siehe da: die bereits genannte längste Yacht der Welt, die „REV Ocean“, wird von einer Frau gesteuert. Neben Signe Askvik stellt die Redaktion in der Rubrik „Frauen im Yachting“ sechs maritime Macherinnen vor.

 

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Und spätestens hier zeigt sich, dass die Vorstellungen, die der Laie mit dem Begriff „Yacht“ verbindet, mit der Realität nicht unbedingt etwas zu tun hat. Die Welt der Yachten ist modern und ändert sich rasant. Und sie ist auch emanzipiert. Zum Glück ist sie das.

Die aktuelle Ausgabe 5/2020 umfasst 196 Seiten und ist zum Verkaufspreis von 9,90 Euro am Kiosk erhältlich. Die nächste belieferte Verkaufsstelle kann online über das Portal mykiosk abgefragt werden.

 

 

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Tags: Delius Klasing Verlag, Wassersport (Objektgruppe)

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