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Weltweiter Klimastreiktag: Klimaaktivisten gestalten die heutige Ausgabe der taz

Taz Elvis lebt 20180601Man könnte der in Berlin erscheinenden Tageszeitung taz alles Mögliche vorwerfen, nur eben nicht, dass sie ihre Leser langweilen würde. Nicht nur, dass einige ihrer Titelseiten bereits Kult-Status haben, es ist auch die vielfältige Zusammenstellung der Redaktion, die kennzeichnend für das Blatt ist. Immer wieder wurde die Redaktion für einen Tag von Gruppen oder Einzelpersonen übernommen, darunter der frühere BILD-Chefredaktuer Kai Diekmann. Heute sind es Klimaaktivisten.

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Die Fridays-for-Future-Bewegung hat den 25. September 2020 zum weltweiten Klimastreiktag ausgerufen. Die Aktion wird vielfach unterstützt. So zählen zum deutschen Koordinierungskreis Attac Deutschland, Avaaz, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die BUNDjugend, Campact, Greenpeace, die Klima-Allianz Deutschland, der NABU, die NAJU (Naturschutzjugend im NABU), die NaturFreunde Deutschlands, die Naturfreundejugend Deutschlands, Together for Future, der WWF und die WWF-Jugend zu den Befürwortern.

Auch die taz will das Projekt unterstützen und ermöglicht 50 Aktivisten eine redaktionelle Entfaltungsmöglichkeit. So schreiben und diskutieren in der Print-Ausgabe und in den Social Media-Kanälen der taz Menschen aus allen Teilen der Republik. Schüler und auch Studenten, die sich über Fridays for Future politisiert haben, sind dabei, ebenso auch die Umweltschutzbewegungen „Ende Gelände“ oder „Extinction Rebellion“ sowie auch langjährige Mitglieder von Initiativen, Umweltverbänden und Gewerkschaften.

 

Reicht es, zu fordern, die Politik möge der Wissenschaft folgen? Und will man sich weiter Aktivist nennen oder was sonst? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Beteiligung und Mitbestimmung? Und wie wird die Bewegung noch stärker zum interkulturellen Projekt? Welche Rolle spielt dabei die Bildung? Auf Beiträge der prominentesten „Gesichter der Bewegung“, die ohnehin von allen Medien zitiert werden, verzichten die Neu-Journalisten bewusst und zeigen stattdessen: „Wir sind tiefrot und radikal bunt.“

Beate Willms, die gemeinsam mit Kai Schöneberg das taz-Ressort Wirtschaft und Umwelt leitet und das Projekt koordiniert, sagt dazu: „Es ist spannend, wie selbstverständlich gewohnte Ressortgrenzen gesprengt werden“. Beim Projekt erwartet man, dass die Aktivisten mit den journalistischen Formaten ähnlich unkonventionell umgehen werden. Denn auch das ist eine offene Frage: Wie parteiübergreifend und kampagnenorientiert dürfen Medien überhaupt sein?

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Die Sonderausgabe der taz ist Teil einer generellen Klimaoffensive der Zeitung. Neben kompetenter und vielfach ausgezeichneter Berichterstattung zu allen Belangen des Klimawandels gehören dazu auch die Einrichtung eines Klimahubs, mit dem über die Social Media-Kanäle eine eigene Zielgruppe angesprochen werden soll, eine Verständigung über klimagerechte Sprache, Klima-Workshops der Panterstiftung oder die taz-Reisen in die Zivilgesellschaft.

Die bundesweit am Kiosk erhältliche Tageszeitung taz wurde als „alternatives, selbstverwaltetes Projekt“ im Januar 1978 in West-Berlin gegründet. Ziel war es, eine journalistische Alternative zu dem damals überwiegend bürgerlich orientierten Zeitungsmarkt anbieten zu können. Zielgruppen waren Linksliberale, Studenten, linke Sozialdemokraten, Grüne, Alternative und später auch die ab 1980 anwachsende Hausbesetzerszene.

Nach mehreren „Probe-Ausgaben“ wurde sodann am 17. April 1979 die erste reguläre Ausgabe veröffentlicht. Zu den taz-Mitgründern zählen unter anderem Hans-Christian Ströbele und Gaby Weber. Chefredakteure waren beispielsweise Georgia Tornow, Michael Sontheimer, Hermann-Josef Tenhagen, Bascha Mika, Ines Pohl und Georg Löwisch.

Die taz hat eine verkaufte Auflage von täglich 51.563 Exemplare (IVW 2/2020) und wird von Montag bis Samstag an mehreren Standorten in Deutschland gedruckt.

 Die taz ist bundesweit am Kiosk erhältlich. Die nächste belieferte Verkaufsstelle kann online über das Portal mykiosk abgefragt werden.

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Tags: Themenschwerpunkt, taz, Zeitungen, überregional (Objektgruppe)

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