Jugendpresse: „Lieber ducken statt drucken“

Provokante Sprüche sollen auf das große Engagement von Schülerzeitungsmachern aufmerksam machen. Die Jugendpresse Deutschland startet eine Kampagne zur Unterstützung von Schülerzeitungsarbeit.


Mit drei Sprüchen ruft die Kampagne ihre Adressaten dazu auf: „Lieber Ducken statt Drucken”, „Lieber Zocken statt Bloggen” und „Lieber Saufen statt Haare raufen”. „Wir wollen mit den drei Plakat- und Postkartenmotiven provozieren, um damit die Aufmerksamkeit auf die Arbeit von Schülerzeitungen zu lenken und für die Medienarbeit tausender Schülerinnen und Schüler in Deutschland zu sensibilisieren”, erklärt Kai Mungenast, Vorstandssprecher der Jugendpresse Deutschland.

 

Initiiert wurde die bundesweite Kampagne durch die Jugendpresse Deutschland und die Partner des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder. Bereits 2011 warb die Jugendpresse mit der Aktion „Leuchtfeuer der Demokratie” gemeinsam mit dem Medienhaus Gruner + Jahr für Schülerzeitungen. Notwendig wurde diese öffentlichkeitswirksame Aktion durch die zunehmenden Einschränkungen für Schülerzeitungsarbeit, die hauptsächlich über Anfragen an die Rechtsberatung der Jugendpresse bekannt werden.

„Die extreme Verdichtung der Schulzeit in den letzten Jahren kommt hinzu, für das Engagement in der Schülerzeitung bleibt den Jugendlichen leider weniger Zeit und Kraft”, stellt Mungenast fest. „Wir knüpfen mit den Motiven an die klassischen moralisierenden Sprüche von manchen Eltern und Lehrern an und überspitzen diese”, beschreibt Franziska Görner, Projektkoordinatorin der Jugendpresse Deutschland die Idee, „als Adressaten hatten wir gleich mehrere Zielgruppen im Blick.” Sowohl Schülerzeitungsmacher selbst sollen in ihrer Arbeit motiviert werden, als auch Schulleiter und Lehrer von einer Zensur ihrer Schülerzeitung gewarnt werden. Politiker, Eltern und die Allgemeinheit möchte die Jugendpresse mit der Kampagne von den Bildungschancen der Medienarbeit von Schülerzeitungsmachern überzeugen und sie um ihre Unterstützung bitten.

Die Kampagne wurde offiziell auf den Jugendmedientagen in Frankfurt am Main eröffnet. Jugendliche waren eingeladen, sich weitere provozierende Sprüche im Stil der Kampagne auszudenken. An einer Fotostation wurden diese dokumentiert, die besten Motive wurden auf der Kampagnen-Webseite veröffentlicht. Gebündelt wird die Aufmerksamkeit mit einer neuen und klaren Domain: www.machschuelerzeitung.de. Auf der dortigen Seite finden Interessierte umfassende Informationen zur Schülerzeitungsarbeit. Dort steht auch ein Schülerzeitungshandbuch zum Download bereit und die Ausschreibungen der jeweiligen SchülerzeitungsLandeswettbewerbe stehen online. Die Kampagnen-Motive können zum Abdruck in der eigenen Schülerzeitung herunter geladen, sowie Postkarten und Plakate kostenlos zum Verteilen bestellt werden

Die Jugendpresse Deutschland ist die Organisation von mehr als 15.000 jungen Medienmachern – vom Schülerzeitungsmacher bis zum Volontär. Die Jugendpresse und ihre Landesverbände bieten jedes Jahr mehr als 500 Seminare, Workshops, Kongresse und Events an. Damit unterstützt sie medienbegeisterte junge Menschen bei ihrer Arbeit, bildet Netzwerke und ermöglicht den Austausch der jungen Medienmacher.