c’t-Sonderheft Auto Digital: Sicherheitsrisiko Auto

Safety first: Bei der Fahrsicherheit haben die Autohersteller eine Menge getan. Geht es jedoch um die Security, also um den Schutz vor Angriffen von außen, gibt es noch großen Nachholbedarf. Während der Gesetzgeber die Zulassung und technische Überwachung des Blechs genau geregelt hat, fehlen zur IT-Sicherheit klare Vorgaben, schreibt das Computermagazin c’tin seinem aktuellen Sonderheft Auto Digital.

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Sicherheitsgurte, Airbags, ABS und ESP: Autohersteller und Zulieferer beherrschen das Thema Safety gut und stellen immer sicherere Fahrzeuge her. Das belegt die Unfallstatistik der letzten 20 Jahre. Außerdem gibt es für Safety gesetzliche Regelungen und regelmäßige Prüfungen. Anders sieht es bei der Security aus, also dem Schutz des Fahrzeugs gegen Einflüsse von außen, wozu die IT-Sicherheit gehört. Die jüngsten Beispiele des Car-Hackings, wie beim BMW-Hack oder dem fremdgesteuerten Jeep Cherokee, haben auf dramatische Weise gezeigt, wie Kriminelle Lücken in der Security nutzen. Beim BMW-System ConnectedDrive konnten Unberechtigte das Fahrzeug öffnen, beim Jeep Cherokee manipulierten Hacker aus der Ferne die Fahrsicherheit, indem sie Bremsen, Geschwindigkeit, Klimaanlage und Radio des Jeep Cherokee fernsteuerten.

Doch nicht nur die IT-Sicherheit, auch die Datensammelwut der Autohersteller sorgt für Verunsicherung. Auf der einen Seite erscheinen viele Anwendungsbereiche wünschenswert und vielver­sprechend im Interesse von Sicherheit und Verkehrs­fluss, beispielsweise bei der digitalen Kommunikation von Autos mit intelligenten Ampeln und Stauvermeidungssystemen. Auf der anderen Seite malen Datenschützer Schreckens­szenarien: Wenn etwa ein Versicherungskunde in die Aus­wer­tung seiner Telematikdaten einwilligt, kann die zu entrichtende Prämie günstiger ausfallen – oder das Versicherungs­unternehmen lehnt ihn aufgrund eines risiko­trächtigen Datenprofils ab. Brisant können diese Daten auch in den Händen von Personalverantwortlichen sein: Wie zuverlässig und pünktlich ist ein Bewerber allmorgendlich bei seiner vorigen Arbeitsstelle eingetrudelt? „Zudem ist nicht klar, ob und wie diese Datenübertragung gegen unberechtigte Zugriffe abgesichert ist“, sagt Axel Kossel.

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Das c’t-Sonderheft Auto Digital thematisiert auch den VW-Abgas-Skandal, informiert über E-Autos und stellt Car-Infotainment-Systeme auf den Prüfstand. Das 156 Seiten umfassende Heft kostet 9,90 Euro und ist seit dem 2. Dezmeber 2015 im Handel erhältlich.

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