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Neues Qualitätssiegel für Kinder- und Jugendzeitschriften vergeben

Ludwig von Jagow

Das neue Qualitätssiegel für Kinder- und Jugendzeitschriften der Stiftung Lesen ist da: Insgesamt 21 Titel tragen ab sofort das Siegel, das künftig zweimal jährlich Magazine mit besonderem Leseförderpotenzial sowie Anknüpfungspunkten an den pädagogischen Alltag auszeichnet. Die Prüf- und Vergabemodalitäten wurden von der Stiftung Lesen in Kooperation mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) erarbeitet. Auf einem stetig wachsenden Markt von Kinder- und Jugendzeitschriften soll das neue Siegel qualifizierte und zeitgemäße Orientierungshilfe für Eltern und Pädagogen leisten.

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Die erste Bewerbungsrunde ging im November 2012 unter reger Beteiligung der Verlage zu Ende: Insgesamt reichten 16 Verlage 27 Zeitschriftentitel ein. Erhalten haben das Qualitätssiegel die folgenden 21 Titel:

  • AOK-Kindermagazin jojo (wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation mbH)
  • Benni (Sailer Verlag)
  • Bimbo (Sailer Verlag)
  • Gecko (Edition Loris)
  • GEOlino (Gruner + Jahr)
  • GEOmini (Gruner + Jahr)
  • Hallo (Deutscher Sparkassenverlag GmbH)
  • I Love English (Sailer Verlag)
  • I Love English Junior (Sailer Verlag)
  • LeseLok (Ravensburger Buchverlag)
  • medizini (Wort & Bild Verlag)
  • MOSAIK (Steinchen für Steinchen Verlag)
  • Olli und Molli (Sailer Verlag)
  • Olli und Molli Kindergarten (Sailer Verlag)
  • Olli und Molli Vorschule (Sailer Verlag)
  • PHILIPP die Maus (KIM Kindermedien Verlag)
  • Spektrum neo (Spektrum der Wissenschaft Verlag)
  • Spick (KünzlerBachmann Verlag AG)
  • Stafette (Sailer Verlag)
  • Tierfreund (Sailer Verlag)
  • ZEIT LEO (ZEIT Verlag)


"Zeitschriften für Kinder und Jugendliche sollten so gestaltet sein, dass sie gleichzeitig unterhaltend, informierend, anregend und fördernd sind“, erläutert Jurymitglied Prof. Dr. Uwe Sander von der Universität Bielefeld den Bewertungsansatz. „Wichtig ist, dass Kinder eine Zeitschrift als ‚ihr‘ Medium akzeptieren. Deshalb muss sie der jeweiligen Lesekompetenz ihres Publikums entsprechen, und das heißt: Sie muss – jedenfalls in Teilen – auch ohne Hilfe von Eltern oder anderen Erwachsenen ‚lesbar‘ und verstehbar sein."


Die Stiftung Lesen hat in langjähriger Projektarbeit große Erfolge mit dem Medium "Zeitschrift" als wichtiges und probates Mittel einer zeitgemäßen und niedrigschwelligen Leseförderung erzielt. Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme und Projekte der Stiftung Lesen, betont: "Eine moderne Leseförderung nutzt die spezifischen Stärken des Mediums Zeitschrift. Durch ihre interessenspezifischen Inhalte und ihre Gestaltung können sie erheblich dazu beitragen, bei ihrer jungen Zielgruppe Interesse und Freude am Lesen zu wecken. Sowohl die Praxiserfahrung als auch wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Zeitschriften dadurch vor allem Kinder und Jugendliche erreichen, die mit konventionellen, buchfokussierten Angeboten schwer zu motivieren sind."


Ludwig von Jagow, Geschäftsführer Vertrieb beim VDZ ergänzt: "Zeitschriften eignen sich in besonderer Maße dazu, bei jungen Lesern sowohl Neugierde zu wecken als auch sie zu stillen; sie unterhalten und informieren gleichermaßen. Mit dem neuen Qualitätssiegel wollen wir daher die Bedeutung des Mediums Zeitschrift in der Leseförderung weiter stärken sowie Eltern Orientierung geben und ihnen dabei helfen, für ihre Kinder Zugänge zum Lesen zu schaffen."

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Die Fachjury, die die Magazine überprüft und bewertet hat, setzt sich interdisziplinär aus Experten der Kindheits- und Jugendforschung, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Medienpädagogen, Journalisten, Illustratoren und Praktikern aus der Leseförderung zusammen. Ergänzt wird sie von der Zielgruppe selbst, nämlich Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Zeitschriften machen Kindern und Jugendlichen Spaß und motivieren sie zum Lesen? Weitere Kriterien, die in die Bewertung der Zeitschriftentitel einfließen, sind Inhalt und Layout, das pädagogische Konzept, die sprachliche Gestaltung, die Möglichkeit zur Interaktion, der Werbeanteil und die Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Zielgruppe.

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