Relaunch für die Wochenend-Ausgabe der taz

taz.am wochenende lautet ab 20. April 2013 der Titel der samstags erscheinenden taz, die einer umfassenden Erneuerung unterzogen wurde. Auch der Regionalteil taz.nord relauncht und erweitert seine Wochenendausgabe.

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Die taz stellt damit Weichen für die Zukunft. Titeländerung und Relaunch tragen einer Entwicklung Rechnung, die derzeit im überregionalen deutschen Zeitungsmarkt viel diskutiert wird: Der Rückgang von Abonnements an den Wochentagen Montag bis Freitag bei gleichzeitig wachsendem Interesse der LeserInnen an einer umfassenden Berichterstattung am Wochenende.

Die taz.am wochenende wird in einem neu konzipierten ersten Buch eine kompakte Wochenzeitung mit spannenden Hintergründen und über die Woche hinaus relevanten Nachrichten erhalten. In der ebenfalls neuen sonntaz im zweiten Buch folgt ein umfangreiches Magazin mit den Themen zum Wochenende. Die sonntaz hatte die taz bereits 2009 gestartet und damit eine konzeptionelle Neuausrichtung eingeläutet. Auch das 2010 eingeführte Wochenend-Abo soll den neuen Lesegewohnheiten Rechnung tragen, mit wachsendem Erfolg. Mit der taz.am wochenende wird dieses Konzept zum 34. Geburtstag der Zeitung am 20. April deshalb vertieft und fortgeführt. Die Erlöse der taz.am wochenende sollen die Verluste der sogenannten Vollabos am Montag bis Samstag kompensieren.

Geschäftsführer Andreas Bull ist optimistisch, dass die taz damit gut für den tiefgreifenden Wandel im deutschen Zeitungsmarkt gerüstet ist: "Die taz hat mit ihren Erlösquellen taz.am wochenende und den übrigen Verlagsangeboten eine gute Strategie in der Hand, diese schwierige Phase der deutschen Presse zu überstehen.“ Das erste Buch der taz.am wochenende wurde von einem ressortübergreifend besetzten Team neu aufgelegt. Auf einen kompakten Nachrichteneinstieg folgt eine Reihe neuer Elemente: „Die Kronjuwelen aus Analyse, Reportage und Recherche werden in einer vorderen Vitrine der taz gezeigt“ sagt Reiner Metzger, stellvertretender Chefredakteur der taz.

Immer mehr Menschen fänden nur am Wochenende Zeit für eine Zeitung, während unter der Woche die neuen Medien als Informationsquelle dienen. Chefredakteurin Ines Pohl ergänzt: „Unsere treuen AbonnentInnen, die Montag bis Freitag die taz lesen, wollen wir weiterhin gut bedienen. Investieren müssen wir aber in das, womit wir in einigen Jahren Geld verdienen. Deshalb glauben wir an eine Investition in die taz.am wochenende.“

Der Regionalteil taz.nord erweitert seine Wochenendausgabe um vier auf dann zwölf Seiten, die deutlichen Wochenzeitungs-Charakter haben werden: Mit einem großen Themenschwerpunkt, einem porträtierenden Interview und zwei Kulturseiten. "Wir wollen uns vom aktuellen Geschehen des Freitagvormittags ein Stück lösen und unseren LeserInnen das Wichtigste der vergangenen und der folgenden Woche präsentieren", sagt Redaktionsleiter Jan Kahlcke.

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