ÖKO-TEST veröffentlicht Jahrbuch für 2016

ÖKO-TEST Jahrbuch 2016

Durchschnittlich 1.000 Euro kostet der Test eines Produkts. Rund 1,2 Millionen Euro hat ÖKO-TEST also für die 1.216 Produkte in diesem Jahrbuch bezahlt. Das ist viel Geld. Aber nur mit einem solchen Aufwand ist es möglich, fundiert und seriös Rat zu geben. Und das heißt, bei der Mehrzahl der Produkte auf Probleme und gesundheitliche Risiken aufmerksam zu machen. Denn nur 485 Produkte in diesem Jahrbuch sind „sehr gut“ oder „gut“, aber mehr als 730 „befriedigend“ bis „ungenügend“. Andererseits gibt es (fast) in jedem Test Produkte, die ÖKO-TEST uneingeschränkt empfehlen kann.

 

In dem seit dem 9. Oktober 2015 im Handel erhältlichen Jahrbuch wurden Tests zu folgenden Produkten veröffentlicht:

Mehl:
Keine Schimmelpilzgifte, kein Glyphosat und auch sonst kaum Rückstände – das untersuchte Mehl war fast rundum in Ordnung. Leider nur fast. Denn in konventionellen Mehlen wies das Labor den Wachstumsregler Chlormequat nach. Das Pestizid störte in Tierversuchen die Reizübertragung des Nervensystems.

Regionale Lebensmittel
In den Regalen der Supermärkte und Discounter finden sich immer öfter Lebensmittel mit Regiolabel und Heimattouch. Doch die meisten haben weite Wege hinter sich. Nur 26 der 106 untersuchten Produkte sind lupenrein regional.

 

Kinderfrüchtetees
Der Test zeigt, dass nur jedes dritte der untersuchten Produkte ideal für Kids ist. In vielen Tees moniert ÖKO-TEST zugesetztes Aroma, Pestizidrückstände, Vitaminzusätze und Zucker: Solche Zutaten gehören einfach nicht in ein Getränk für Kinder.

Deos ohne Aluminium
Derzeit stehen Aluminiumsalze in der Kritik. ÖKO-TEST wollte wissen, wie gut Produkte ohne dieses Leichtmetall sind. Der Test zeigt, dass es viele empfehlenswerte Marken gibt. Doch von manchen Produkten sollte man die Finger lassen: In einem Deo steckt etwa ein Konservierer, der eigentlich laut EU-Kommission seit Kurzem in Kosmetika verboten ist.

 

Magnesiumpräparate
Liegt ein ärztlich nachgewiesener Mangel vor, lässt der sich mit Arzneimitteln „sehr gut“ behandeln. Dagegen können sich Verbraucher das Geld für Nahrungsergänzungsmittel sparen, sie sind in aller Regel überflüssig.

Weiße Wandfarbe
Die meisten Wandfarben im Test kann man bedenkenlos verstreichen. Und auch für Allergiker gibt es eine gute Nachricht: Eine der Farben ist gänzlich frei von Konservierungsmitteln – und bietet Bakterien und Schimmelpilzen dennoch wirksam Paroli.

 

Außerdem testete die Redaktion Honig, Milch, Naturjoghurt, Milchersatzgetränke, Kräutertee, Sekt aus Flaschengärung, Vitaminpräparate, Nikotinersatzpräparate, Zink-plus-Vitamin-C-Präparate, Calcium-plus-Vitamin-D3-Präparate, Aknemittel, Nahrungsergänzungsmittel für Veganer, basische Nahrungsergänzungsmittel, Herpesmittel, Muttermilchersatz, Anfangsnahrung, Spielbälle für Kinder, Einschlafhilfen für Kinder, Buggys, Obstbrei in Tüten, Fingermalfarben, Kinderroller, Markenkleidung, Shampoos ohne Silikone, medizinische Hautpflegeserien, Lippenpflege mit UV-Schutz, Gesichtscremes mit UV-Schutz, Badezusätze, Intimwaschlotionen und –pflegetücher, vegane Kosmetik, Funktionswäsche für den Winter, Eiweißpulver für Sportler, Wanderrucksäcke, Werkzeugkoffer, alternative Bodenbeläge, edle Bettwäsche, Aufbewahrungsaccessoires, Kaffeemaschinen mit Mahlwerk, Fertigspachtelmassen, Raufasertapeten, Mittel gegen Vorratsschädlinge, Mottenmittel, Ameisenmittel, Mittel gegen Blattläuse, leichte Blumenerden, Gartendünger und Gartenschläuche.

Das aktuelle ÖKO-TEST Jahrbuch für 2016 gibt es seit dem 9. Oktober 2015 im Zeitschriftenhandel. Es kostet 9,80 Euro. Die nächstgelegene Presseverkaufsstelle kann online im Internet über das Portal MyKiosk abgefragt werden.