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EU und UNESCO: Kampf gegen Desinformation und Verschwörungstheorien

Jourová Věra Foto Jennifer Jacquemart European UnionSeit Jahren sind Verschwörungstheorien auf dem Vormarsch. Eine zunehmende Desinformation sorgt nicht nur für eine Irreführung der Bevölkerung, sondern letztlich auch sogar zu Hassreden, rassistischen und auch antisemitischen Angriffen im Internet. Hiergegen wollen EU und UNESCO fortan gemeinsam vorgehen heißt es in einer Mitteilung der EU-Kommission.

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Einige Leute glauben, Flugzeuge würden am Himmel keine Kondensstreifen hinterlassen, sondern im Auftrag der Regierung Giftwolken versprühen, die sogenannten Chemtrails. Warum die Regierung, was auch immer die Anhänger dieser Verschwörungstheorie unter dem Begriff „Regierung“ verstehen könnten, sich damit aber letztlich selbst vergiften wolle, konnten die Verfechter dieser Fiktion bislang aber noch nicht erklären.

Eine weitere beliebte Theorie ist, dass die USA niemals einen Astronauten auf dem Mond gebracht hätten. Zahlreiche Ansätze sollen diese Theorie „beweisen“. Und auf die Frage, weshalb denn die Sowjetunion, mit denen die USA ja damals im „Wettlauf um den Mond“ standen, die Landung von Neil Armstrong und Buzz Aldrin nie bestritten hat, gibt es eine erstaunliche Rechtfertigung: die Russen wären ihrerseits ja auch nie im All gewesen.

 

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Manchmal ist es auch einfach nur ein nicht erkannter Witz, der sich letztlich zu einer Verschwörungstheorie entwickelt. Eine Campuszeitung der Universität Michigan hatte 1969 in einem Artikel scherzhaft behauptet, Paul McCartney wäre im November 1966 bei einem Autounfall ums Leben gekommen und von den Beatles durch einen Doppelgänger ersetzt worden, die Geburtsstunde der „Paul is dead“-Theorie. Zu den jüngsten Verschwörungstheorien zählt nun eine Behauptung, die seit mehreren Jahrhunderten eine „Pause“ eingelegt hatte: die Theorie, dass die Erde eine Scheibe wäre.

Schaut man sich die Verschwörungstheorien der letzten Jahrhunderte an, so ist eine inflationäre Entwicklung deutlich zu erkennen. Die Corona-Krise leistete neuen Theorien Vorschub, plötzlich machten sogar einige Prominente von sich reden, indem sie die Aussagen von Wissenschaftlern bestritten, allen voran der Gastronom und Autor von Kochbüchern Attila Hildmann.

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Eine neue Serie von Infografiken soll nun Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, Desinformation und Verschwörungstheorien besser erkennen zu können und mit Fakten zu widerlegen. Die Aktion ist Teil einer gemeinsamen Initiative von Europäischer Kommission, UNESCO sowie Twitter und dem Jüdischen Weltkongress. Wie die EU-Kommission in ihrer Mitteilung zu Desinformation im Juni 2020 bereits dargelegt hat, ging die Coronavirus-Pandemie einher mit einer massiven Welle falscher oder irreführender Informationen sowie Hassreden, rassistischen und antisemitischen Angriffen im Internet.

Kommissionsvizepräsidentin Věra Jourová erklärt hierzu: „Desinformation und Verschwörungstheorien schaden der Gesundheit unserer Demokratien, das wurde im Hinblick auf die globale Pandemie sehr deutlich. Die Bürger müssen mit nützlichen Instrumenten ausgestattet werden, um sie zu erkennen und zu entlarven. Um die Bürger zu unterstützen, müssen öffentliche Institutionen zusammenarbeiten und mit digitalen Plattformen, Medienfachleuten, Faktencheckern und Forschern kooperieren, wie es die Europäische Kommission und die UNESCO tun.“

Die EU-Kommission macht die neuen Infografiken auf der Website der Kommission und in den sozialen Medien unter #ThinkBeforeSharing verfügbar.

Foto: Jennifer Jacquemart/European Union

 

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Tags: Medienbildung, Pressefreiheit, Mediennutzung

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