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EU-Kommissar Oettinger trifft Urheber anlässlich der Berlinale 2015

Der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Günther Oettinger hat gestern Vormittag in der Akademie der Künste in Berlin prominente Urheber zum Gespräch über die Zukunft des Urheberrechts getroffen. Der Kommissar betonte, „dass die europäische Kulturwirtschaft ohne Urheber nicht existieren kann. Er forderte Urheber und Kulturwirtschaft zur Zusammenarbeit mit der EUKommission bei der Gestaltung eines neuen europäischen Urheberrechts auf.“

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Prominente Urheber und Künstler wie der Drehbuchautor und Produzent Fred Breinersdorfer, dessen Film „Elser“ im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale läuft, der berühmte Jazzmusiker Klaus Doldinger und der Präsident der Akademie der Künste Klaus Staeck freuten sich, im kleinen Kreis die aktuellen Belange der in Europa immer bedeutender werdenden Kultur- und Kreativwirtschaft zu erläutern. Im Mittelpunkt stand dabei die angemessene Vergütung der Urheber, das Urhebervertragsrecht und die digitale Verbreitung urheberrechtlicher Werke.

EU-Kommissar Günther Oettinger hatte eine Einladung angenommen, die Jochen Greve, Vorstand der Deutschen Akademie für Fernsehen, im Namen der beiden Fernseh- und Filmakademien und der Verwertungsgesellschaften Wort und Bild Kunst im letzten Herbst in Brüssel ausgesprochen hatte. Der Hausherr und Präsident der Akademie der Künste Prof. Klaus Staeck betonte in seiner Begrüßung: „Die Urheber, die Kreativen, Künstler, Schriftsteller, Filmemacher usw. stehen mit ihrer Arbeit am Anfang einer langen Wertschöpfungskette im Verlags- oder Filmbereich, in den Medien, der Musik oder in der Bildenden Kunst, um nur einige Wirtschaftszweige zu nennen.“ Die Kultur- und Kreativwirtschaft sichert nach neuesten Studien über sieben Millionen Arbeitsplätze in der EU und gehört zu den wichtigsten europäischen Wirtschaftsbereichen.

Ein europäisches und nationales Urheberrecht muss den Urhebern angemessene Arbeitsbedingungen und vor allem eine angemessene, faire Vergütung und Weitervergütung – auch im digitalen Umfeld – ihrer Ideen und Arbeiten ermöglichen, so waren sich die Künstler einig. Gleichzeitig forderten sie eine Stärkung der Verwertungsgesellschaften. „Gerade dann kann das Urheberrecht auch in weniger wirtschaftsstarken Staaten der EU zu einem Jobmotor werden. Die Stärke der europäischen Kultur liegt in der Vielfalt der nationalen Kulturen. Nur ein starkes Urheber-betontes Urheberrecht kann diese Vielfalt in Zeiten des Internets und der Globalisierung erhalten“, so Fred Breinersdorfer. Drehbuchautor Jochen Greve brachte es in seiner Einführung auf eine einfache Formel: „Kreativität ist das Öl des 21. Jahrhunderts!“

Eingeladen hatten die Deutsche Akademie für Fernsehen, die Deutsche Filmakademie sowie die Verwertungsgesellschaften VG Bild Kunst und VG Wort, organisiert wurde das Gespräch von der Initiative Urheberrecht.

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Tags: Journalismus

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