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Recht

Pressefreiheit: Populismus ist der Feind

Pressefreiheit: Populismus ist der Feind

Als „modernen Feind der Pressefreiheit im Innern“ benennt der Deutsche Journalisten-Verband den Populismus. Aus Anlass des Welttags der Pressefreiheit am morgigen 3. Mai ruft DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall dazu auf, populistischen Tendenzen „mit aller Entschiedenheit der Demokraten“ entgegen zu treten: „Wenn immer mehr Politiker die Sprache des Populismus benutzen, müssen bei uns Journalisten alle Alarmsignale schrillen.“ Eine direkte Folge dieser Entwicklung sei, dass immer mehr Menschen Meinung höher gewichteten als Information. Damit gerate der Journalismus mitten in der Gesellschaft unter Druck.

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Auf die Presse! Konzert zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Auf die Presse! Konzert zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Seit Februar 2017 protestiert die Initiative Freundeskreis #FreeDeniz mit vielfältigen Aktionen für die Freilassung von Deniz Yücel und anderer inhaftierter JournalistInnen in der Türkei. Yücel, Türkei-Korrespondent der Welt und ehemaliger Redakteur von taz und Jungle World, ist seit Mitte Februar in der Türkei in Haft. Die Initiative setzt sich mit vielen UnterstützerInnen für seine Freilassung und die der übrigen Inhaftierten ein. So fanden in verschiedenen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz Autokorsos und Kulturveranstaltungen statt.

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ROG-Bildband "Fotos für die Pressefreiheit 2017" erscheint

ROG-Bildband "Fotos für die Pressefreiheit 2017" erscheint

Am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, erscheint der Bildband "Fotos für die Pressefreiheit 2017". Er berichtet in bewegenden Bildern von den Brennpunkten des Nachrichtengeschehens und beleuchtet die Situation in Ländern, in denen unabhängige Medien unter Druck stehen. Bildessays renommierter Fotografen werden durch Texte ergänzt, in denen diese erklären, was sie antreibt und welchen Schwierigkeiten sie bei ihrer Arbeit gegenüberstehen. Reporter ohne Grenzen stellt das Buch am 3. Mai 2017 mit einer Diskussionsrunde über Pressefreiheit in Mexiko im Maxim-Gorki-Theater in Berlin vor.

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Presserat: Opfer müssen anonym bleiben

Presserat: Opfer müssen anonym bleiben

Der Deutsche Presserat hat auf seinen Beschwerdeausschuss-Sitzungen am 21., 22. und 23. März 2017 wegen schwerer Verstöße gegen den Pressekodex insgesamt fünf öffentliche Rügen ausgesprochen. Wegen einer Verletzung des Persönlichkeitsschutzes nach Ziffer 8 Pressekodex wurde BILD Online gerügt. In einem Artikel über einen Verkehrsunfall hatte die Redaktion das Foto einer jungen Frau veröffentlicht, die dabei ums Leben kam. Auch der Vorname und der abgekürzte Nachname des Opfers wurden genannt. Durch diese Angaben sowie die Schilderung weiterer Details aus ihrem Leben wurde die Frau eindeutig identifizierbar. Der Presserat stellte hier einen groben Verstoß gegen die Richtlinie 8.2 fest, in der festgehalten ist, dass die Identität von Opfern besonders zu schützen ist.

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ROG: Gesetzentwurf gegen Hasskommentare bedroht Presse- und Meinungsfreiheit

ROG: Gesetzentwurf gegen Hasskommentare bedroht Presse- und Meinungsfreiheit

Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert den von Bundesjustizminister Heiko Maas vorgestellten Gesetzentwurf gegen Hassbotschaften in sozialen Netzwerken als Gefahr für die Presse- und Meinungsfreiheit. Betreiber sozialer Netzwerke sollen laut Gesetzentwurf verpflichtet werden, "offensichtlich strafbare" Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach Eingang der Beschwerde zu löschen oder zu sperren. Halten sie sich nicht daran, könnten Bußgelder in Millionenhöhe auf sie zukommen.

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Presserat: Seit 60 Jahren ein Garant für guten Journalismus

Presserat: Seit 60 Jahren ein Garant für guten Journalismus

60 Jahre Eintreten für presseethische Standards. 60 Jahre Verteidigung der Pressefreiheit. Die Freiwillige Selbstkontrolle feierte heute in Berlin mit einem Festakt ihr Jubiläum. Rund 250 Vertreter von Medien, Politik, Wissenschaft, Kirche und Wirtschaft nahmen teil. Gegründet wurde der Presserat, der mit dem Pressekodex ein verbindliches Regelwerk für eine gesamte Branche geschaffen hat, am 20. November 1956 in Bonn.

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Gruner + Jahr: "Ohne Meinungsfreiheit keine Demokratie"

Gruner + Jahr: "Ohne Meinungsfreiheit keine Demokratie"

Vergangene Woche hat die türkische Polizei den Chefredakteur und Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" festgenommen – wegen angeblicher Unterstützung einer terroristischen Organisation. Chefredakteure und Herausgeber bei Gruner + Jahr beziehen Stellung: für Pressefreiheit, Demokratie und Menschenwürde.


 

 

Horst von Buttlar,
CAPITAL-Chefredakteur:
"Das Tempo, mit dem die Pressefreiheit in der Türkei verschwindet und planvoll zerstört wird, macht sprachlos. Eine Gesellschaft ohne Meinungs- und Pressefreiheit kann insgesamt nicht frei sein – sie ist totalitär."

Florian Gless,
Chefredakteur NATIONAL GEOGRAPHIC-Gruppe, P.M.-Gruppe und WUNDERWELT WISSEN:
"Pressefreiheit ist gleich Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit ist gleich Demokratie. Demokratie ist gleich Menschenwürde. So einfach ist das, doch für Herrn Erdogan anscheinend zu kompliziert."


Brigitte Huber,
BRIGITTE-Chefredakteurin:
"Meinungsfreiheit ist Grundlage für Demokratie. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass auch jene Stimmen gehört werden, die sonst gern und schnell überhört werden; die der Minderheiten, der Unbequemen, der Frauen, der Schwachen, der Andersdenkenden... Nur wenn auch diese Stimmen furchtlos das Wort erheben können, kann die Welt sich verändern, verbessern, gerechter werden."

Hans-Peter Junker,
VIEW-Chefredakteur:
"Wer glaubt, bei den Verhaftungen von Journalisten und den Repressalien gegenüber verschiedenen Medien in der Türkei geht es nur um die Pressefreiheit, irrt. Wo Menschen eingeschüchtert und mundtot gemacht werden, die eine andere Meinung vertreten, geht es um mehr. Was in der Türkei geschieht, ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit – und betrifft damit jeden von uns. Denn: Wer seine Meinung nicht sagen oder verbreiten kann, ist nicht frei. Und wer schweigend zuschaut, wie Meinungen unterdrückt werden, hat sich bereits vom Gift der Unfreiheit infizieren lassen. Indem wir uns für die betroffenen Menschen in der Türkei einsetzen, sie unterstützen, verteidigen wir auch unsere eigene Freiheit – und die freie, offene und demokratische Gesellschaft, in der wir selbst leben dürfen."


Christoph Kucklick,
GEO-Chefredakteur:
"Ohne Meinungsfreiheit keine Demokratie, keinen legitimen Staat. Wir müssen die Mutigen, die in vielen Ländern für dieses elementare Recht kämpfen, rückhaltlos unterstützen: Ohne sie siegten die Tyrannen."

Christian Krug,
STERN-Chefredakteur:
"Die Türkei hat in den vergangenen Jahren eine großartige Erfolgsgeschichte geschrieben – auch Dank einer freien, pluralistischen Presse, die ihre Gesellschaft in der Gesamtheit abbildet. Präsident Recep Tayyip Erdogan ist dabei, dies alles zu zerstören. Der STERN steht in Solidarität mit den Kollegen in den betroffenen Medien, u. a. in der Redaktion der Zeitung 'Cumhuriyet', und mit ihrem Kampf um Meinungsfreiheit in der Türkei."


Marie-Luise Lewicki,
ELTERN-Chefredakteurin:
"Ich bewundere die tapferen Frauen und Männer, die für Meinungsfreiheit und ihre Berufsehre ins Gefängnis gingen. Und ich werde immer demütig angesichts solcher Kollegen: Wie mutig wären wir gewesen?"

Anne Meyer-Minnemann und Doris Brückner,
GALA-Chefredaktion:
"Pressefreiheit ist nicht nur ein Recht, das wir in einer Demokratie genießen. Es ist auch die Verpflichtung von uns Journalisten zum kritischen Hinterfragen."


Andreas Petzold,
STERN-Herausgeber:
"Die Unfreiheit der Presse rückt immer näher an uns heran. Nicht nur in der Türkei gelten Presse- und Meinungsfreiheit als Teufelszeug. Auch in osteuropäischen EU-Staaten wie Polen und Ungarn werden Medien mit teils rüden Methoden auf Linie gebracht. Aber nur mit unabhängiger Berichterstattung kann die Selbstregulierung von offenen Gesellschaften bewahrt werden."

Sinja Schütte,
Chefredakteurin FLOW/LIVING AT HOME:
"Pressefreiheit ist ein wichtiger Teil der Meinungsfreiheit – und damit Basis jeder freien Gesellschaft. Unfassbar, wie dreist Erdogan dieses Grundrecht aushöhlt. Von demokratischen Regierungen weltweit – aber auch von uns allen – ist jetzt Haltung gefragt. Wie so oft gilt Willy Brandts historische Aufforderung: 'Lasst euch nicht zu Lumpen machen!'"


Jan Spielhagen,
Editorial Director Food:
"Die Pressefreiheit ist die Sollbruchstelle der Demokratie. Wird sie abgeschafft, dann verschwindet die Wahrheit. Zuerst von den Kiosken, dann aus dem öffentlichen Diskurs und dann aus den Köpfen."

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