Tarifkonflikt Zeitungen: Warnstreiks in Bayern

Tarifkonflikt Zeitungen: Warnstreiks in Bayern

Der Deutsche Journalisten-Verband hat den Journalistinnen und Journalisten an bayerischen Tageszeitungen, die sich an den punktuellen Warnstreiks in dieser Woche beteiligen, für ihr tarifpolitisches Engagement gedankt.

 

DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring geht davon aus, dass die Warnstreiks, die am 17. Mai 2016 begannen, „neuen Schwung“ in die Verhandlungen um höhere Gehälter und Honorare für die rund 13.000 Zeitungsjournalisten in Deutschland bringen: „Wenn der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger seine Blockadehaltung gegenüber spürbaren Einkommensverbesserungen für die Redakteure und festen Freien aufgibt, ist das nicht zuletzt Ihr Verdienst“, schrieb Döhring den Streikteilnehmern aus Bayern ins Stammbuch.

Zu punktuellen Warnstreiks hatte der DJV die Journalisten an rund einem Dutzend Tageszeitungen in Bayern aufgerufen. Den Auftakt machte am 17. Mai 2016 das Main-Echo in Aschaffenburg. Am gestrigen Mittwoch streikten unter anderem die Journalisten der Süddeutschen Zeitung und der Augsburger Allgemeinen. An den Arbeitskämpfen beteiligten sich nach Angaben des Bayerischen Journalisten-Verbands mehr als 500 Beschäftigte. Für den heutigen Donnerstag sind weitere Tarifaktionen geplant.

„Die Warnstreiks machen deutlich, dass die Kolleginnen und Kollegen einen gerechten Ausgleich für die wachsende Arbeitsverdichtung in den Redaktionen verlangen und dass sie der Abkopplung des Journalistenberufs von der allgemeinen Gehaltsentwicklung in Deutschland die rote Karte zeigen“, betonte der DJV-Verhandlungsführer. Die Verleger seien gut beraten, die vierte Tarifrunde am 15. Juni 2016 in Düsseldorf zu nutzen und ein zustimmungsfähiges Angebot zu machen. Der DJV fordert 4,5 Prozent mehr Gehalt bzw. Honorar für die Zeitungsjournalisten.


(Quelle)

 

Tags: DJV, Streik, Augsburger Allgemeine, Süddeutsche Zeitung, Main Echo

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