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Journalistenverbände kritisieren geplanten Stellenabbau bei Reuters

Frank Überall (Foto: Frank Sonnenberg)Die Geschäftsführung der Nachrichtenagentur Reuters wird von der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten Union aufgefordert, auf den angekündigten Abbau von Redakteursstellen zu verzichten. Wie bekannt wurde, wolle man bei Reuters aus strategischen Gründen zehn von 80 Stellen im Text-Bereich streichen.

 

„Thomson Reuters schreibt Gewinne und ist in Deutschland eine erfolgreiche Nachrichtenagentur", sagte der dju-Landesgeschäftsführer von Berlin-Brandenburg, Jörg Reichel. Offenbar wolle der Konzern seine in den kommenden Jahren geplanten Investitionen in Wachstumsregionen wie China durch die Streichung von Stellen unter anderem in Deutschland finanzieren. Den geplanten Personalabbau wolle man bei Reuters über freiwillige Vereinbarungen erreichen.

Nach Ansicht der Gewerkschaft verdi, zu der die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union gehört, hätte es bei Reuters in Deutschland noch nie einen derart massiven Jobabbau gegeben. In den vergangenen sechs Jahren wären bereits mehr als 20 Prozent der Stellen weggefallen. Zusammen mit den TV-Journalisten und Fotografen beschäftigt Reuters in Deutschland noch rund 110 Journalisten, die mit einem Schwerpunkt auf Wirtschafts- und Finanzthemen berichten.

„Die Redaktion ist in Sorge. Der Rotstift wird ohne Not angesetzt. Die Geschäftsführung täte gut daran, das Vertrauen wieder herzustellen und arbeitsfähige Strukturen sicherzustellen", erklärte Jörg Reichel. Gemeinsam mit dem Betriebsrat will verdi die Geschäftsführung zu Gesprächen auffordern.

Ähnlich äußert sich auch der Deutsche Journalisten-Verband. „Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund für das angekündigte Streichkonzert“, kritisiert der DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Das Medienunternehmen Reuters ist nicht defizitär.“ Aus Sicht des DJV sei es auch für den Erhalt der Medienvielfalt auf dem Markt der Nachrichtenagenturen notwendig, dass Reuters sein Informationsangebot in bekanntem Umfang fortführe. „Ich fordere die Geschäftsführung auf, zusammen mit dem Betriebsrat und den Journalistengewerkschaften nach Lösungen zu suchen“, so Überall.

Tags: Journalismus, DJV, dju

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