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Druck und Medien: Geschäftsklima verschlechtert sich

Druckindustrie Foto BVDMFoto: BVDMJeden Monat befragt das ifo Institut deutsche Druck- und Medienunternehmen, die sowohl ihre aktuelle als auch ihre für die kommenden sechs Monate erwartete Geschäftslage gegenüber dem Marktforschungsinstitut bewerten sollen. Die somit erhobenen Daten bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt. Dieses fiel nun im September gegenüber dem Vormonat um 3,1 Prozent.

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Gegenüber dem August nahm der saisonbereinigte Geschäftslageindex um 3,1 Prozent ab. Nach einem leichten Anstieg im August (+0,6 Prozent) entwickelte sich der Index somit wieder schlechter. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat musste der Index 1,7 Punkte einbüßen. Dies teilte der Bundesverband Druck und Medien e.V. mit.

Seit nunmehr zehn Monaten ist in der Branche eine anhaltende Abwärtsbewegung festzustellen. Als Ursache für diese Tendenz wird nicht nur eine schwache Nachfrage, sondern auch der Auftragsbestand, der von den befragten Unternehmen als zu klein empfunden wird, angegeben. 29 Prozent der Betriebe mussten eine geringere Ertragslage registrieren, lediglich 8 Prozent konnten verbesserte Betriebsergebnisses bestätigen.

 

Alarmierend ist jedoch vielmehr die subjektive Einschätzung der weiteren Geschäftsentwicklung. Mit 91,2 Zählern fiel dieser Index auf den niedrigsten Stand seit September 2012. Zentrale Ursachen hierfür sind die Erwartung, dass es aufgrund einer anhaltenden rückläufigen Nachfrage zu einem Preisverfall in der Branche kommen könnte und die sich verdichtenden Anzeichen einer Rezession in Deutschland.

Der in Berlin ansässige Bundesverband Druck und Medien e.V. analysiert monatlich die aktuelle Geschäftslage anhand von Daten des renommierten ifo Instituts. Das Marktforschungsinstitut erhebt diese Werte im Rahmen der monatlichen Konjunkturumfrage in der gewerblichen Wirtschaft. Die Einschätzungen der Druck- und Medienunternehmen werden somit nicht nur in dem vom Verband monatlich herausgegebenen „bvdm-Konjunkturtelegramm“ zusammengefasst, sondern fließen auch in dem der Öffentlichkeit gut bekannten ifo-Geschäftsklimaindex mit ein.

 

Dabei basieren die Stimmungsindikatoren wie auch bei anderen Erhebungen auf subjektive Einschätzungen von Druck- und Medienunternehmen. Ihm liegen somit gefühlte Werte zugrunde, die von Eindrücken und Wahrnehmungen der Unternehmer abhängig sind. Durchgeführte Berechnungen zeigen, dass die wirtschaftlichen Aussichten mit dem später tatsächlich festgestellten Produktions- und Umsatzindex annähernd übereinstimmen.

 

 

Tags: bvdm

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