Folge uns auf Facebook

Folge uns auf Twitter

Konkurrenz für Google-News: Madsack veröffentlicht mit rnd.de ein nationales Nachrichtenportal

Madsack-Verlagshaus (© Madsack Mediengruppe)Madsack-Verlagshaus (© Madsack Mediengruppe)Die Hannoveraner Madsack Mediengruppe hat ihr nationales Nachrichtenportal RND.de online gestellt. Im Gegensatz zu Google News werden jedoch nicht Nachrichten anderer Quellen gesucht, sondern die Meldungen der Redaktionen des Verlagskonzerns zusammengefasst. Nutzern wird die Möglichkeit angeboten, einen eigenen Newsfeed einzurichten.


Die Mediengruppe Madsack betreibt seit 2013 das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), deren Nachrichten nunmehr in dem eigenständigen Portal zusammengestellt werden. RND versorgt die regionalen Madsack-Tageszeitungen als Mantelredaktion. Als Mantel (auch „Mantelseiten“ oder „Mantelteil“ bezeichnet) versteht man den überregionalen Teil einer Regionalzeitung. Hierzu zählen die Titelseite, bestehend aus Wirtschaftsnachrichten und Politik, sowie im Innenteil der Zeitung überregionale Kulturnachrichten, Sportmeldungen und auch Kommentare der Redakteure.

Thomas Düffert (© Madsack Mediengruppe)Thomas Düffert (© Madsack Mediengruppe)„RND.de ist ein wichtiger Baustein unserer Digitalstrategie. Ziel muss es sein, unabhängigen Journalismus auch im digitalen Zeitalter finanzierbar zu halten“, erklärt Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der MADSACK Mediengruppe. „Wir wollen durch ein geschicktes Zusammenwirken von nationalen und regionalen Angeboten Akzente im digitalen Journalismus setzen. Das RND wird dabei zur zentralen Drehscheibe. RND.de wird das Newsangebot von den Journalisten, denen bereits mehr als 50 Tageszeitungen in Deutschland ihre Nachrichtenseiten anvertrauen.“

 


RND.de präsentiert zunächst fünf aktuelle Stichworte, zu denen entsprechende Berichte verfügbar sind. Die Einteilung von Nachrichten in klassische Rubriken wie Politik, Wirtschaft, Panorama, Reise, Sport, Promis, Wissen, Medien, Digital und Kultur erfolgt am Seitenende. Ebenso wird eine alphabetische Übersicht angeboten. Über die Funktion „MEIN RND“ kann auch ein individueller Newsfeed nach Themenfeldern und Autoren zusammengestellt werden. Registrierte User können sich zudem mit Updates von Nachrichtenthemen versorgen lassen. RND.de wolle damit eine neue Form der Übersicht in der täglichen Nachrichtenwelt schaffen.

Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) der MADSACK Mediengruppe versorgt die Zeitungen Hannoversche Allgemeine Zeitung („HAZ“), Neue Presse (Hannover), Aller-Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten, Göttinger Tageblatt, Gelnhäuser Neue Zeitung, Göttinger Tageblatt, Leipziger Volkszeitung, Lübecker Nachrichten, Märkische Allgemeine (Potsdam), Naumburger Tageblatt, Ostsee-Zeitung (Rostock), Peiner Allgemeine Zeitung, Schaumburger Nachrichten und die Wolfsburger Allgemeine. Externer Kunde ist besipsielsweise die Neue Westfälische. Diese Zeitungen haben eine Gesamtauflage von mehr als 2,3 Mio. Exemplaren und eine Reichweite in Höhe von etwa 6,8 Millionen Lesern täglich, hinzu kommen Millionen Leser über die digitalen Angebote der regionalen Zeitungsmarken. Chefredakteur des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) ist seit Januar 2019 Marco Fenske, der gemeinsam mit Hannah Suppa, Chefredakteurin Digitale Transformation und Innovation im Regionalen bei MADSACK, und Bernhard Bahners, Chief Digital Officer der MADSACK Mediengruppe, auch die Geschäftsführung des RND bildet.

 


Im Herbst 2019 wolle man zudem am Standort Hannover einen neuen Newsroom einrichten, der vollständig auf kooperatives Arbeiten ausgelegt ist. Mehr als 180 Journalisten, Digital- und Marketingexperten werden dann dort zusammenarbeiten und die digitalen journalistischen Angebote des RND und der Regionaltitel der MADSACK Mediengruppe steuern.

Das neue Nachrichtenportal ist ein weiteres Kapitel in der von Madsack als „digitale Transformation“ bezeichneten Unternehmensentwicklung. Erst im Juli 2019 hatte man unter dem Namen „Plus“ eine digitale Nachrichten-Flatrate eingerichtet. Hierbei erhalten Leser exklusive Angebote „für relevante regionale und lokale Inhalte“. Diese Zusammenstellung steht den Lesern für 2,49€ pro Woche zur Verfügung. Madsack bezeichnet dieses Modell als eine „Time-Wall“ und verfolgt einen in Deutschland bisher einzigartigen Ansatz. Denn die „Plus-Inhalte“ sind nach der Veröffentlichung für die erste Stunde zunächst für alle Leser frei zugänglich. Nach Ablauf der 60 Minuten ist der Artikel dann Digital-Abonnenten vorbehalten. Mit diesem Ansatz möchte Madsack einen häufigen Besuch der Titel-Webseiten der Mediengruppe erreichen und gleichzeitig einen Anreiz zum Abschluss eines Digital-Abos schaffen.


 

 

Tags: Journalismus, Madsack, RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)

Neu im Handel

  • 1
  • 2
  • 3

Top Artikel Verbände/ Vereinigungen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7