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BDZV: Rolf Henn erhält Karikaturenpreis

Henn Rolf nur für Bericht über Preisverleihung verwendbarDer 1956 in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) geborene Karikaturist Rolf Henn alias „Luff“ wurde mit dem vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgeschriebenen „Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen“ ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit eine Arbeit, die in der Stuttgarter Zeitung und im Münchner Merkur erschienen ist und die Bedrohung der Meinungs- und Pressefreiheit durch Populisten und Autokraten thematisiert.

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Anlässlich der Verleihung des Karikaturenpreises der deutschen Zeitungen in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Berlin beklagt der Verlegerverband die zunehmende Verrohung des gesellschaftlichen Umgangs miteinander. Vor allem in den sozialen Netzwerken sähen sich Politiker und Journalisten ebenso wie der ganz normale Bürger einer wachsenden Zahl von Spöttern, Neidern und Hetzern gegenüber, sobald sie sich auch nur ein wenig exponierten.

Sofern man versuche, sich gegen diese Zumutungen juristisch zu wehren, treffe man zuweilen auf Staatsanwaltschaften, die das öffentliche Interesse verneinten. „Das sehen wir anders“, erklärte hierzu die BDZV-Pressesprecherin Anja Pasquay. „Wie könnte die Bedrohung des demokratischen Miteinanders und gerade auch die Bedrohung der Presse durch Hass und Hetze nicht von öffentlichem Interesse sein?“

 

Man würde es daher begrüßen, dass die Bundesregierung nun ein Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität plane. Jedoch sehe dieses geplante Gesetz eben auch vor, dass Behörden bereits beim Verdacht auf kleine Delikte vollen Zugriff auf Telekommunikationsgeräte und Datenspeicher erhalten könnten, ohne Richtervorbehalt und ohne besondere Berücksichtigung der Presse. Die BDZV-Sprecherin warnt davor, dass das Zeugnisverweigerungsrecht auf kaltem Wege ausgehebelt werden könnte. „Von der Verletzung der Privatsphäre jedes einzelnen Bürgers nicht zu reden.“

Neben Henn, dessen Auszeichnung mit 5.000 Euro dotiert ist, wurde auch Thomas Plassmann (Frankfurter Rundschau, Neue Rhein/Ruhr Zeitung, Essen) geehrt. Den dritten Preis erhielt Kostas Koufogiorgos (Freie Presse, Chemnitz u.a.). Insgesamt haben 59 Karikaturistinnen und Karikaturisten am diesjährigen Wettbewerb teilgenommen.

 

Auch politische Fotografen wurden ausgezeichnet. Staatssekretärin Heike Raab übergab den von der rheinland-pfälzischen Landesvertretung gestifteten Preis in Höhe von 7.000 Euro für das beste Foto an Marcel Kusch (dpa). Mit dem Preis für die „Beste Serie“ wurde Ole Spata (freier Fotograf) bedacht. Fabrizio Bensch (Thomson-Reuters) erhielt die Würdigung für „Das scharfe Sehen 2019“. Um den Fotopreis der Landesvertretung Rheinland-Pfalz bewarben sich 205 Fotografinnen und Fotografen.

Die jeweils 50 besten Fotos und Karikaturen, die eine unabhängige Jury aus 1.327 eingereichten Arbeiten ausgewählt hat, sind im Rahmen der Ausstellung „Rückblende“ zu sehen. Diese macht Station in Koblenz, Neustadt an der Weinstraße, Trier, Mainz, Bonn, Dortmund, Leipzig und Brüssel.

 


Tags: Pressefreiheit, BDZV, Auszeichnung

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