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BVDA: Lokaljournalismus darf nicht eingeschränkt werden

Eggers Jörg Foto BVDA Bernd BrundertJörg Eggers (Foto BVDA Bernd Brundert)Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) fordert von den Bundes- und Landesregierungen, dass die zum Schutz vor einer Ausbreitung des Corona-Virus notwendigen Maßnahmen nicht zu einer Einschränkung der Berichterstattung durch die lokalen Medien führen dürfen. In einem Appell hebt der Verband die Bedeutung des Lokaljournalismus’ insbesondere in Krisenzeiten hervor.

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Aus Sicht des Verbandes gehört #Coronahilfe zu den wenigen Lichtblicken in einer Krise, die unsere ganze Gesellschaft derzeit in Atem hält. Denn unter diesem Hashtag bieten Menschen in den Sozialen Medien anderen Menschen ihre Hilfe im Alltag an. „Die wachsende Solidarität im Lokalen ist großartig, sie hat nur einen Haken“, hebt Dr. Jörg Eggers, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA), hervor. Viele Menschen, die besonders auf die Hilfsangebote angewiesen sind, hätten häufig keinen Internetzugang.

„Deswegen brauchen wir lokale Medien, die die Menschen vor Ort wirklich erreichen, in der Corona-Krise mehr denn je“, fügt Eggers hinzu. Sein Appell richtet er an Bundes- und Landesregierungen und fordert dabei, dass die zum Schutz vor einer Ausbreitung des Corona-Virus notwendigen Maßnahmen nicht zu einer Einschränkung der Berichterstattung durch die lokalen Medien führen dürfen. „Kostenlose Wochenzeitungen gehören zur kritischen Infrastruktur und sind deswegen besonders schützenswert", so Eggers weiter.

 

Denn mit ihren Informationen seien die gedruckten und digitalen Angebote der Wochenzeitungen ein wichtiger Stützpfeiler gegen Falschinformationen und Panikmache. Und auch die zuständigen Behörden seien auf die Berichterstattung angewiesen, um die notwendigen Informationen flächendeckend zu transportieren. „Viele Verlage bieten den Behörden seit Wochen kostenfrei Anzeigenraum. Die Anzeigenblätter sind längst zum unentbehrlichen Sprachrohr in der Krise geworden“, betont der Verbandschef.

Gleichzeitig bringt die allgemeine Sorge um den Ausbruch des Coronavirus jedoch die gesamte Branche zunehmend in Bedrängnis: „Kostenlose Wochenzeitungen sind ausschließlich werbefinanziert und der Werbemarkt bricht im Moment förmlich in sich zusammen“, so Eggers. Die Verlage würden derzeit Stornierungen im Minutentakt verzeichnen. Ein deutlicher Ausfall von Werbeaufträgen und offene Rechnungen wären inzwischen der Alltag in den Verlagshäusern. Der BVDA fordert daher dringend schnelle und unbürokratische Unterstützung.

siehe auch: Themenbereich Corona-/COVID-19-Pandemie

 

 


Tags: Lokaljournalismus, BVDA, Corona-/COVID-19-Pandemie

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