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Springer beteiligt sich an Google-Konkurrent Qwant

QwantQwantDer Axel Springer Verlag beteiligt sich mit 20 Prozent am französischen Startup-Unternehmen Qwant.com Die Suchmaschine, oftmals auch als „Euro-Google“ bezeichnet, ging nach zweijähriger Entwicklungszeit im Juli 2013 online und ist seit März 2014 auch mit einer deutschen Version vertreten. Für die beiden Qwant-Gründer Jean Manuel Rozan und Eric Leandri ergibt sich durch die Springer-Beteiligung die Möglichkeit, sich gegenüber Google in Stellung zu bringen.

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Qwant hat sich auf die Fahnen geschrieben, eine Alternative zu Google zu bilden. Datenschutzfreundliche und vor allem „neutrale“ Sucherergebnisse wolle man liefern und würde dabei den Wünschen der meisten Internetnutzer entsprechen: „Wir möchten die Freiheit der Nutzer bei der Suche im Internet wiederherstellen. Deshalb erfolgt die Ergebnisanzeige bei Qwant.com ungefiltert und unabhängig von vorherigen Suchanfragen und der Besucher bleibt anonym“, so Manuel Roznan.

Bei Qwant werden alle Suchergebnisse auf einer Seite zusammengefasst und in fünf Kategorien geordnet dargestellt: In der ersten Rubrik „Netz" stehen die Ergebnisse der klassischen Suche während in der Kategorie „Nachrichten“ ein aktueller Medien-Bezug hergestellt wird. Der „Qnowledge Graph“ bietet einen kurzen Überblick über die wesentlichen Fakten, „Sozial“ zeigt den Austausch in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Pinterest, Tumblr, etc.) zu dem angefragten Thema und unter „Einkaufen“ werden die online verfügbaren Produkte zu dem Suchbegriff aufgeführt. Videos und Bilder zu der Suche werden schließlich gesondert angezeigt. Alle Ergebnisse können bequem „endlos“ gescrollt werden, ein Anklicken von Folgeseiten ist nicht notwendig.


Qwant blendet keine Anzeigen ein. Das Unternehmen finanziert sich über eine Provision, die mit den ausgelösten Shopping-Umsätzen der User generiert werden. Qwant argumentiert, dass man aufgrund der fehlenden Anzeigen keine Daten der User ausspähen müsse, die man zur userrelevanten Einblendung von Werbebanner üblicherweise benötigen würde. Der Besucher der Suchmaschinenseite bliebe dadurch anonym.

Qwant Screenshot Michael SchumacherQwant Screenshot Michael SchumacherDer Erfolg von Qwant wird davon abhängen, ob das Angebot den Zuspruch der Nutzer erhält. Bei einem ersten Test zeigt sich, dass die Ergebnisse sehr gewöhnungsbedürftig sind, teilweise gar kryptisch sind. Sucht man nach „Michael Schumacher“ so erhält man als Ergebnis in der Nachrichten-Spalte „Michael Schumacher - ... Dieben der Krankenakte“ vom Kölner Express oder gar „Michael Schumacher: Diebe wollen Kranken... verkaufen“ von t-online. Diese Kurzversionen mögen zwar im Einklang stehen mit der an Google adressierten Forderung von Springer, nur noch kleinstmögliche Zitate in der Google-Newsseite zu präsentieren, sie zeigen aber, dass hierdurch die Nachrichten sogar sinnentstellt wiedergegeben werden.


Tags: Axel Springer, Unternehmensentwicklung, Google

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